Österreich

Lea stürzte von Sprossenwand: Eltern klagen Lehrerin

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:15

Beim Geräteturnen wollte Gymnasiastin Lea hoch hinaus - und stürzte eineinhalb Meter tief. Da die Lehrerin keine Matte aufgelegt hatte, verletzte sie sich schwer.

Beim Geräteturnen wollte Gymnasiastin Lea hoch hinaus – und stürzte eineinhalb Meter tief. Da die Lehrerin keine Matte aufgelegt hatte, verletzte sie sich schwer.

Die letzte Hürde wurde für Lea K. in einem Wiener Gymnasium zur schmerzvollen Bürde: "Bei einem Hindernis- Parcours kletterte ich auf die Sprossenwand, an der die Lehrerin eine Bank eingehängt hatte. An der wollte ich hinunterrutschen, stürzte aber eineinhalb Meter tief ab", so Lea. Der Aufprall am Parkett war für die 11-Jährige härter als nötig: "Es gab bei dieser Station nämlich keine Matte am Boden." Auch die Reaktion der Pädagogin ärgert das Mädchen: "Sie hat gemeint, ich soll kein Theater machen, denn das sei sicher nur eine Prellung."

Die "Prellung" entpuppte sich im Spital als Trümmerfraktur der Hand und dreifacher Beinbruch. Die zersplitterten Knochen mussten bei einer Operation verschraubt werden. Mehr als die Verletzung schmerzt Lea aber die Reaktion der Sportprofessorin: "Während mich mein Klassenvorstand täglich anruft, hat sie sich nicht einmal entschuldigt." Daher haben Leas Eltern nun Hilfe gesucht – und sie bei Anwalt Nikolaus Rast gefunden. Der Jurist zeigte die Lehrerin jetzt wegen Körperverletzung an und fordert vom Staat Schadenersatz.

Jetzt E-Paper lesen