Lebend und legal nach Europa

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Niemand verlässt ohne Not seine Heimat. Meine Mutter ist nicht zum Spaß 1945 mit zwei kleinen Kindern nach Österreich geflüchtet. Wer irgendwie kann, bleibt dort, wo sein Zuhause ist, seine Heimat.

Heute sind Millionen von Menschen auf der Flucht. Krieg, Not, Terror, Verfolgung treiben die Menschen von zu Hause weg. Oft geht es ums nackte Überleben. Die Folgen der Kriege im Nahen Osten, in Afrika, in Afghanistan bewegen Ströme von Flüchtlingen zu immer waghalsigeren Fluchtwegen. Und skrupellose Schlepper nützen die Not der Menschen schamlos aus.

Warum kommen sie unter Lebensgefahr nach Europa? Sollen sie denn in ein anderes Krisengebiet flüchten? Sie suchen Sicherheit! Sie wollen leben! Und riskieren dafür ihr Leben auf unsicheren Booten im stürmischen Mittelmeer. "Menschen, die vor Verfolgung flüchten und Schutz brauchen, müssen eine Möglichkeit haben, lebend nach Europa zu kommen", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner dieser Tage. Es kann nicht sein, dass weitere Hunderte Menschen vor den Toren Europas ertrinken. Was tun?

Europa ist in einem Dilemma: Öffnet es weit seine Grenzen, kommen immer mehr Flüchtlinge aus allen Krisengebieten der Erde. Versucht Europa, sich mit einer Festungsmauer zu umgeben, dann werden die Versuche, trotzdem nach Europa zu kommen, noch waghalsiger, noch gefährlicher, noch tödlicher. Europa ist gefordert.

Vor allem durch mehr Entwicklungshilfe, um Menschen zu ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben. Und wir alle sind gefordert. Erfreuliche Nachricht der Caritas: Immer mehr Menschen bei uns sind bereit, Flüchtlingen zu helfen. Eine echte Welle der Solidarität! Ein Zeichen der Hoffnung!

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