Lebensgefahr: Priester klettern auf Bali-Vulkan!

Lebensgefahr: Das sind drei der vier Geistlichen, die jetzt auf Bali den rauchenden Agung bestiegen, um den Vulkan mit Gebeten zu besänftigen.
Lebensgefahr: Das sind drei der vier Geistlichen, die jetzt auf Bali den rauchenden Agung bestiegen, um den Vulkan mit Gebeten zu besänftigen.Bild: zVg

Ob das hilft? Vier Priester sind jetzt auf Bali auf den kurz vor dem Ausbruch stehenden Agung gestiegen – mit Gebeten wollen sie den Vulkan besänftigen ...

Während über 143.000 Einheimische und Touristen auf der Flucht sind und sich die Behörden auf Bali auf eine mögliche Naturkatastrophe vorbereiten, sind jetzt vier furchtlose Geistliche in die entgegengesetzte Richtung unterwegs gewesen – und haben den vor dem Ausbruch stehenden Vulkan Agung (3031 Meter) bestiegen. Grund: Sie wollten den Berg mit Gebeten und Opfergaben besänftigen ...

Heiß: Die Priester filmten den rauchenden Vulkan (Quelle: YouTube).

Rund um den rauchenden Vulkan ist ein Gebiet im Umkreis von 12 Kilometern gesperrt worden. Die Zahl der Geflohenen ist mehr als doppelt so hoch wie die geschätzte Bevölkerungszahl in der unmittelbaren Gefahrenzone – denn auch weiter entfernt wohnende Menschen sind geflüchtet. Und sogar 18.000 zurückgelassene Kühe wurden jetzt in Sicherheit gebracht – die Besitzer hatte sich geweigert, ohne sie ihre Zuhause zu verlassen.

"Ein Gott hat zu mir gesprochen. Ich soll dem Vulkan ein Opfer bringen"

Eine letzte Chance, den Katastrophen-Vulkan vor einem erneuten Ausbruch nach 1963 zu hindern, sah der Geistliche Jero Mangku Ada und drei seiner Kollegen nun in einer abenteuerlichen und lebensgefährlichen Tour. "Ich hatte eine Eingebung: ein Gott hat zu mir gesprochen und gesagt, dass ich dem Vulkan ein Opfer bringen muss. Ich tue das, um den Einwohnern von Bali zu helfen", sagte Ada der lokalen Presse. Und: "Ich wäre nicht auf den Berg gestiegen, wenn man mir es nicht befohlen hätte!"

Ob die Gebete geholfen haben und was die Geistlichen als Opfergaben am Vulkan ließen, ist nicht bekannt. Sie veröffentlichten immerhin einen Videoclip, der ihre riskante Klettertour bewies – und den rauchenden Krater zeigt. Die Behörden sagten jedenfalls, dass sie momentan bis zu 125 Erschütterungen am Tag am Vulkan registrieren würden und dass der Agung höchst aktiv sei ... (tas)

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