Österreich

Lebensmittel nicht leistbar

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:53

Das darf doch nicht wahr sein, die Lebensmittelpreise explodieren! Familie Hehal aus St. Pölten-Ratzersdorf ist nur eine von Tausenden, die - trotz Durchschnittseinkommens - schon jeden Euro umdrehen muss. Das bestätigt auch der für Konsumentenschutz zuständige Landes-Vize Sepp Leitner: Das ist nicht tragbar!

Der tägliche Einkauf kostet immer mehr!, klagt Hermine Hehal, Mutter dreier Kinder. Obwohl mein Mann nicht schlecht verdient, müssen wir uns jede Ausgabe überlegen. Vor allem, wenn man umwelt- und gesundheitsbewusst einkaufen möchte.

Die gelernte Sekretärin, nach ihrer Karenz möchte sie in einem Kindergarten zurück ins Berufsleben, bringt es auf den Punkt: Während Luxusartikel wie Kleidung oder Elektrogeräte vergleichsweise günstiger werden, muss man beim Einkauf des täglichen Bedarfs schon ganz genau auf den Preis achten! Konkret kritisiert sie, dass gute Qualität zu halbwegs annehmbaren Preisen kaum mehr zu bekommen ist: Denn nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drinnen! Und auch Fair-Trade-Produkte sind sehr teuer geworden. Selbst am Bauernmarkt am Domplatz sind die Preise merklich angestiegen. Vor allem bei Brot und Wurst!

Eine Tendenz, die Sepp Leitner bestätigt - er zitiert eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer: Der standardisierte 30-Euro-Einkaufskorb kostet heute fast 33 Euro! Mehl wurde in einem Jahr um 51 %, Butter um 36 % oder Semmelbrösel um 31 % teurer! Er fordert einen Teuerungsausgleich: Senkung der Lohnnebenkosten, das käme allen Einkommensbeziehern zugute. Finanziert durch eine faire Vermögensbesteuerung.

Karl Müllauer

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