Seine Hilfsbereitschaft kommt Paul Topolansky teuer zu stehen. Im Jänner rettete er einem Passanten nach dessen Herzinfarkt das Leben. Weil er falsch geparkt hatte, erhielt er nun eine Anzeige.
"Ich fuhr auf der Ottakringer Straße, als ich einen torkelnden Mann sah, der sich ans Herz griff", erzählt Topolansky. Geistesgegenwärtig hielt er sein Fahrzeug an, stieg aus und leistete Erste Hilfe. Diesem Umstand verdankt Josef B. sein Leben: Er wurde durch die von Topolansky alarmierte Rettung ins AKH gebracht – und ist mittlerweile wieder gesund.
Weil der Wiener bei der Lebensrettung sein Auto mit zwei Rädern auf dem Gehsteig geparkt hatte, soll er jetzt 48 Euro Strafe zahlen. Mehr noch ärgert ihn aber, dass die Strafe nach einer anonymen Anzeige verhängt wurde: "Hier sollte man eher den Anzeiger wegen unterlassener Hilfeleistung belangen", so Topolansky.