Thiems Lebenstraum erfüllt: "Es ist einfach abnormal"

Thiem strahlt mit seiner Trophäe um die Wette.
Thiem strahlt mit seiner Trophäe um die Wette.Picturedesk
Dominic Thiem ist US-Open-Champion! Der Österreicher erfüllt sich seinen Lebenstraum, ist im Tennis-Olymp angekommen.

Österreich hat nach Thomas Muster seinen zweiten Grand-Slam-Sieger! Dominic Thiem entschied in der Nacht auf Montag den Final-Thriller der US Open in fünf Sätzen und rund vier Stunden Spielzeit gegen Alexander Zverev für sich.

Der 27-Jährige setzte sich im packenden Tie-Break des Entscheidungssatzes durch und erfüllte sich damit im vierten Anlauf seinen Lebenstraum. Der Sieg bei den US Open ist sein erster Grand-Slam-Triumph. Zuvor hatte er sich bei den French Open zwei Mal Rafael Nadal, bei den Australian Open Novak Djokovic geschlagen geben müssen.

"Ich kann’s wirklich noch nicht glauben", strahlte der Sieger im Anschluss. "Es war absolut abnormal. Ich habe mich in den ersten zwei Sätzen richtig bleiern gefühlt. Am Ende war es einfach nur mehr Drama. Am Ende hat’s wahrscheinlich so sein müssen mit meinem ersten großen Titel."

Warum er sich so bleiern fühlte? Das hatte keine körperlichen Gründe – zumindest zu Beginn. Auf Thiem lastete viel Druck: "Ich war topfit. Es war nur mental. Auch wenn ich es null zugegeben habe, es war natürlich immer im Hinterkopf. Ab dem Zeitpunkt, an dem Djokovic draußen war, hat sich die Chance auf den Titel erhöht. Ich war dann richtig angespannt."

Novak Djokovic, die Nummer 1 der Welt, war im Achtelfinale disqualifiziert worden, nachdem er eine Linienrichterin mit einem Frustschlag unabsichtlich am Kehlkopf getroffen hatte.

Thiem war deutlich anzumerken, dass ihn der Druck belastete. In den ersten beiden Sätzen gelang ihm nicht viel. Zverev gewann beide und schien eine Hand schon an der Trophäe zu haben. Es folgte die historische Aufholjagd. Thiem kämpfte sich zurück, schaffte es als erster Spieler einen Zweisatzrückstand im Finale der US-Open in einen Sieg umzuwandeln.

Unter Krämpfen entschied er das Tie-Break im Entscheidungssatz mit 8:6 für sich.

"EIn großes Danke an mein Team. Ihr seid einfach unglaublich. Ich kann euch gar nicht genug danken. Ein Hallo nach Hause nach Österreich. Ich hoffe, dass es alle, vor allem meine Großeltern, gut durch das Spiel geschafft haben. War sicher nicht leicht. Ich liebe euch alle."

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