Formel 1

Leclerc sauer auf Ferrari: "Das war ein Desaster"

Max Verstappen gewann den Grand Prix von Ungarn, Rivale Charles Leclerc wurde nur Sechster. Die Ferrari-Crew spielte dabei eine große Rolle.
Erich Elsigan
31.07.2022, 23:09
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Charles Leclerc beendete den Formel-1-Grand-Prix von Budapest nur auf Rang sechs. Bitter für den Monegassen: Er hatte das Potenzial, das Rennen für sich zu entscheiden – nur die Ferrari-Crew spielte nicht mit.

Denn der "Scuderia" unterlief ein schwerer Strategie-Schnitzer bei der Reifenwahl. Leclerc lag mit Medium-Pneus in Führung, als er in Runde 39 an die Box kam. Dort wurde ihm ein Satz harter Gummis montiert. Ein Fehler. Der 24-Jährige war in der Folge chancenlos, fiel zurück und legte wenig später einen weiteren Stopp ein, um im Finish auf schnelleren Soft-Reifen Schadensbegrenzung zu betreiben.

Nach dem Rennen sparte der WM-Zweite, der nun 80 (!) Punkte hinter Sieger Max Verstappen liegt, nicht mit Kritik an der eigenen Crew. "Ich habe klargemacht, dass ich die Mediums so lange wie möglich behalten wollte, aber wir sind sehr früh auf Hards gegangen", rätselte Leclerc. "Ich kann die Entscheidung nicht verstehen. Der letzte Teil des Rennens war ein Desaster. Da haben wir das Rennen verloren."

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erklärte die Reifen-Strategie wie folgt: "Wir haben geglaubt, dass sie (die harten Reifen, Anm.) schnell genug sein würden, um damit im Rennen zu sein und eine gute Position zu holen. Aber sie haben nicht so funktioniert, wie wir das erwartet hatten. Der Hauptgrund war, dass das Auto nicht wie erwartet funktioniert hat. Aber wir werden das analysieren und unsere Schlüsse ziehen."

Leclerc stand in den letzten acht Rennen nur ein Mal auf dem Podest – trotz starker Sequenzen. "Wir müssen als Team einfach besser werden. Es fühlt sich so an, als würde immer irgendetwas sein, ob Zuverlässigkeit, Fehler, was auch immer", hadert er. "Wir müssen einfach das Wochenende besser zusammenbringen. Und wir werden jetzt die freien Tage nutzen, um zu analysieren und zu verstehen, was wir besser machen müssen."

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