Immerhin ein Stockerl! Daniel Hemetsberger nutzte seine Startnummer eins perfekt aus, wurde am Ende Dritter - der erste und einzige Podestplatz für die ÖSV-Stars am Kitzbühel-Wochenende.
Der Sieg ging zum insgesamt dritten Mal an Beat Feuz, sein Landsmann aus der Schweiz, Marco Odermatt holte sich den zweiten Platz auf der Streif.
Matthias Mayer wurde wie schon am Freitag Vierter, auch Daniel Danklmaier schaffte als Zehnter noch ein Top-Ergebnis.
Die Pistencrew hat die ganze Nacht gearbeitet und die Schneemassen von der Streif geschaufelt. Dank des unglaublichen Einsatzes konnte auf der Originalstrecke von ganz oben gestartet werden.
Im verkürzten Rennen am Freitag waren die frühen Startnummern noch ein Nachteil, diesmal war es umgekehrt. Daniel Hemetsberger nutzte seine Nummer eins sehr gut aus, setzte die erste tolle Bestzeit.
Fahrer um Fahrer biss sich die Zähne am Oberösterreicher aus, doch dann kam der Schweizer Marco Odermatt. Der Leader im Gesamtweltcup machte trotz schwerem Fehler vor der Traverse eine neue Zeitrechnung auf.
Wer sollte die Sensationsfahrt von Odermatt noch biegen? Die Antwort heißt natürlich Beat Feuz! Der Kitzbühel-Spezialist nahm seinem Landsmann noch 21 Hundertstel ab und schnappte sich die Führung.
Um 13:59 Uhr stand fest: Für Aleksander Aamodt Kilde gab es keinen Kitzbühel-Doppelsieg. Der Super-Elch und Sieger vom Freitag war mit +1,23 Sekunden Rückstand schwer geschlagen, das reichte nicht einmal für die Top-5.
Matthias Mayer verpatzte den oberen Teil - vor allem das U-Hakerl - komplett. Im unteren Teil gelang ihm das besser, er setzte sich auf Platz vier. Auch hinter Hemetsberger, der nach 13 Läufern immer noch den dritten Platz hielt.
Das Licht wurde flacher und flacher, zudem die Piste aufgrund von hohen Temperaturen weicher. So hatten die späteren Startnummern der Top-Gruppe fast keine Chance mehr, davon betroffen waren Dominik Paris, Christof Innerhofer und auch Vincent Kriechmayr.
Es blieb beim dritten Kitzbühel-Triumph für Beat Feuz, sensationell Zweiter wurde Marco Odermatt, der dicke Punkte für den Gesamtweltcup sammelt. Daniel Hemetsberger sorgte mit dem einzigen Kitzbühel-Stockerl für ein versöhnliches rot-weiß-rotes Ende - es war der erste Podestplatz überhaupt für den Oberösterreicher.
"Es ist natürlich ein Traum hier auf der schwersten Abfahrtsstrecke der Welt auf dem Stockerl zu stehen", jubelt Hemetsberger im Ziel. Matthias Mayer wiederholte seinen vierten Platz vom Freitag.
Kriechmayr landete am Ende nur auf Rang 13, knapp dahinter Max Franz auf Platz 14, Otmar Striedinger fuhr an einem Tor vorbei und schied aus.
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