Legida-Demo: Angriffe auf Polizisten und Journalisten

Bild: HENDRIK SCHMIDT (DPA)

Nach heftiger Kritik an Fotos in Hitler-Pose und Äußerungen im Internet ist der Gründer der islamkritischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, von seinen Funktionen bei der Organisation zurückgetreten. Begleitet von heftigen Protesten gingen in Leipzig tausende Legida-Anhänger auf die Straße, weil Pegida-Demos in Dresden nach Morddrohungen gegen Bachmann am Montag verboten worden waren. Auf die Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig verübten Unbekannte in der Folge einen Brandanschlag.

Nach heftiger Kritik an , von seinen Funktionen bei der Organisation zurückgetreten. Begleitet von heftigen Protesten gingen in Leipzig tausende Legida-Anhänger auf die Straße, weil Pegida-Demos in Dresden nach Morddrohungen gegen Bachmann am Montag verboten worden waren. Auf die Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig verübten Unbekannte in der Folge einen Brandanschlag.

Begleitet von heftigen Gegenprotesten versammelten sich am Mittwochabend mehrere tausend Anhänger des Leipziger Pegida-Ablegers, Legida, in Leipzig. Dabei ist es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Polizisten durch Böller, Flaschen und Laserpointer verletzt. Auch Journalisten seien attackiert worden.

Die "Leipziger Volkszeitung" berichtete, die Angriffe seien aus dem Legida-Lager gekommen. Die Fotoausrüstung eines Pressevertreters wurde zerstört. Die Polizei nahm drei Randalierer in Gewahrsam. Der MDR berichtete, Journalisten seien bespuckt und verprügelt worden.

"Es ist tatsächlich so, dass wir im Abgang Probleme bekommen haben, die Lager zu trennen", sagte ein Polizeisprecher. Vor dem Hauptbahnhof habe es Zusammenstöße von Legida-Anhängern und Gegendemonstranten gegeben. Gegen 22.00 Uhr habe sich die Lage beruhigt.

Größter Polizeieinsatz seit der Wende

Insgesamt waren 19 Gegendemonstrationen und Mahnwachen in Leipzig angemeldet. Die Stadt erlebte einen der größten Polizeieinsätze seit der Wende. Die Polizei plante den Einsatz von bis zu 4.400 Beamten.

Dem Legida-Bündnis ist es jedenfalls nicht gelungen, die erhofften Zehntausenden Teilnehmer zu mobilisieren. Zur Auftaktkundgebung auf dem Augustusplatz hatten sich knapp 10.000 Menschen versammelt, am Ende sollen es 15.000 gewesen sein. Viele Tausend Legida-Gegner blockierten den Zugang zum Platz, hatten Trillerpfeifen im Mund und "Haut ab, haut ab"-Rufe auf den Lippen. Viele Geschäfte im Stadtzentrum hatten wegen der Demonstration vorzeitig geschlossen.

Nach Polizeiangaben wurden Einsatzkräfte beim Hauptbahnhof mit Flaschen und Feuerwerkskörper beworfen. In der Südvorstadt wurden zwei Müllcontainer in Brand gesteckt.

Bahnstrecke unterbrochen

Vor den Demonstrationen verübten Unbekannte auf die Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig zwei Brandanschläge, wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte. Der Deutschen Bahn zufolge musste der Fernverkehr nach Leipzig weiträumig umgeleitet werden, weil in Kabelschächten Feuer gelegt wurde.

Der Nahverkehr aus Richtung Dresden konnte nicht in den Leipziger Hauptbahnhof einfahren. Die Züge wurden in einem Vorort von Leipzig gestoppt. Nach der Absage der Pegida-Kundgebung am Montag in Dresden wurde erwartet, dass sich zahlreiche Islamkritiker auf den Weg zu der Kundgebung in Leipzig machen wollten.

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