Legionellen: Steirer krank durch Autowäsche

Vor allem ältere Lanzenwaschanlagen könnten betroffen sein.
Vor allem ältere Lanzenwaschanlagen könnten betroffen sein.Bild: iStock
Zwei Oststeirer sollen sich beim Reinigen ihrer Autos mit der äußerst gefährlichen Legionärskrankheit angesteckt haben.

Wie die "Kleine "Zeitung" am Mittwoch berichtet, haben sich zwei Männer in einer Autowaschanlage in Hartberg mit bedrohlichen Bakterien infiziert. Ein anderer Steirer soll in weiterer Folge – er war schon anderweitig vorerkrankt – sogar an der äußerst bedrohlichen Lungenerkrankung gestorben sein.

Bestätigt wurde der Todesfall noch nicht. Feststehen soll dem Bericht nach zufolge allerdings, dass sich zwei Oststeirer beim Autoputzen an zwei unterschiedlichen Waschanlagen im steirischen Bezirk Hartberg beim Einatmen des Sprühnebels mit den Legionellen angesteckt haben. Beide sollen sich am Weg der Besserung befinden. "Sie wurden aus dem Krankenhaus entlassen", zitiert die "Kleine Zeitung" Bezirkshauptmann Max Wiesenhofer.

Ältere Modelle könnten gefährlich für Benutzer sein

Die beiden betroffenen Waschanlagen wurden mittlerweile gesperrt, weitere könnten noch folgen. Gesundheitsexperten und Techniker überprüfen nun, wie es dazu kommen konnte und ob noch andere Lanzenwaschanlagen geschlossen werden müssen.

Was ist die Legionärskrankheit?
Die Krankheit tritt vorwiegend im Spätsommer und Herbst auf. Sie betrifft meistens Personen über 50 Jahre, wobei Männer etwa dreimal so oft betroffen sind wie Frauen. Zwei Drittel der Erkrankten hatten vorher eine chronische Erkrankung, z.B. eine chronische Bronchitis oder Diabetes mellitus.

Wie wird die Legionärskrankheit übertragen?
Die Erreger der Legionärskrankheit sind Bakterien (Legionellen), die sich in natürlichen Gewässern, in Trinkwassersystemen, Klimaanlagen und Luftbefeuchtern finden. Die Infektion wird durch die Inhalation des erregerhaltigen Aerosols ausgelöst, z.B. beim Duschen oder aus Klimaanlagen. Wird das Wasser auf mindestens 60° C erhitzt, sterben die Legionellen binnen kürzester Zeit ab. In kaltem Wasser vermehren sie sich kaum. Das Risiko besteht also nur im warmen Wasser.

Quelle: netdoktor.at

Legionellen vermehren sich hauptsächlich zwischen 40 und 50 Grad Wassertemperatur, weswegen vor allem ältere SB-Anlagen betroffen sein könnten.

Erster Fall dieser Art

Wie die Tageszeitung weiter schreibt, seien dies die ersten Fälle von Legionellen in steirischen Waschanlagen. "Und sollte es aufgrund der Legionellen tatsächlich einen Toten gegeben haben, ist die ganze Branche kaputt", sagt Oliver Käfer, der in der Wirtschaftskammer für Tankstellen zuständig ist.

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(red)

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