Wir bauen mit "Lego Art" Andy Warhol's Marilyn Monroe

Halb Kunstprojekt, halb Modellbau, ganz neuer Lego-Spaß: Mit seinem neuen Bauerlebnis hat Lego ein entspannendes Erlebnis für daheim geschaffen.

Lego ist immer wieder für eine Überraschung gut. Nach der spannenden Kooperation mit Nintendo und dem daraus entstandenen "Lego Super Mario", das dem kultigen Videospielhelden gewidmet ist, geht es nun mit "Lego Art" ab in den Kunstbereich. Gebaut werden können nun Porträts berühmter Figuren und Personen der Popgeschichte, darunter die Beatles, Superheld Iron Man, die "Star Wars"-Bösewichte Sith oder aber auch Schauspielerin und Sängerin Marilyn Monroe.

"Heute" hat das "Lego Art"-Set "Andy Warhol's Marilyn Monroe" ausprobiert. Das Konzept der Sets ist so simpel wie interessant: In eine Art Steckplatte werden kleine verschiedenfärbige Pins eingesetzt, die dann das gewünschte Gesamtbild ergeben sollen. Im Gegensatz zu vielen anderen Lego-Sets ist "Lego Art" aber nicht für Kinder gedacht: Das Set besteht 3.341 Teilen, wobei die meisten davon winzig klein sind. Lego selbst gibt eine Altersempfehlung von 18+ aus.

Teurer, aber wertvoller Spaß

Das Portrait selbst kann in vier Varianten zusammengesetzt werden, wer gleich vier Sets kauft, kann sich die legendäre Marilyn-Portraitreihe von Künstler Andy Warhol nachbauen. Doch das geht ins Geld: 120 Euro sind für ein Set fällig – und damit 480 Euro für die gesamte Kollektion. Viel, doch im Set sind nicht nur ein paar Bausteine enthalten, sondern einiges, was es zu einem einzigartigen Erlebnis und auch einem wertvollen Sammlerstück macht.

So sehen die vier Varianten des "Andy Warhol's Marilyn Monroe"-Sets aus.
So sehen die vier Varianten des "Andy Warhol's Marilyn Monroe"-Sets aus.Lego

Das überraschend große Set besteht aus mehreren Bauteilen. Die Basis bilden neun quadratische Legeflächen mit je 16x16 Pin-Flachen. Je nach gewählter Ausführung des Monroe-Bilds kommen auf diesen Steckplätzen verschiedene Farb-Pins zum Einsatz. Für die von uns gebaute klassische Version benötigt man etwa die türkisen Pins gar nicht. Enthalten sind in jedem Set übrigens genügend Pins für je eine von allen vier Varianten des Bilds. Und schon kann losgesteckt werden.

Stundenlanger Spaß

Rund fünf bis sechs Stunden dauert es, das Lego-Set zusammenzubauen, allerdings wenn man dies recht flott und am Stück macht. Gedacht ist es aber dazu, es in Etappen zu lösen. Dazu hat sich Lego auch etwas Besonderes einfallen lassen. Scannt man mit dem Smartphone einen QR-Code in der Anleitung, lässt sich während des Bauens ein Audioerlebnis anhören (siehe Bild unten). In mehreren Episoden gibt es nicht nur Infos zum Werk selbst, auch Künstler und Lego-Experten sprechen auf Englisch über das Bild selbst und den Künstler Andy Warhol.

Das Bauen selbst erfolgt sehr simpel: Die Seiten der Anleitung zeigen mit Farbcodes und Zahlen an, welcher Pin an welche Stelle gesetzt werden soll. Hat man je eine der neun Basis-Kacheln fertiggestellt, wird an Löchern auf den Seiten die Verbindungsstifte hineingesteckt. Diese verbinden und sichern dann alle neun Kacheln zum Gesamtbild zusammen. Wird ein Pin falsch platziert, lässt er sich übrigens leicht mit einem Fingernagel oder der mitgelieferten "Spachtel" entfernen.

Solide Sicherungen

In die letzte Kachel rechts unten kann übrigens entweder eine Signaturkachel mit Andy Warhols Unterschrift oder aber ebenso das übrige Farbmuster montiert werden. Sind alle neun Quadrate beendet, werden sie mit den seitlichen Stiften aneinander fixiert. Damit war es das aber noch nicht, denn auch der Rahmen will wie bei einem echten Kunstwerk umgesetzt werden. Dazu werden mehrere Bausteinreihen rund um das Gemälde gebaut und mit versetzten Bausteinen fixiert. Auch auf der Hinterseite gibt es Sicherungselemente, die das Kunstwerk sehr stabil machen.

Ist der Rahmen fertig, ist das Bild zwar einigermaßen schwer, hält aber durch die smarten Rahmenmechanismen trotzdem solide und kann sogar ohne Probleme in die Hand genommen und angehoben werden (siehe Bild oben). Dann bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder man sucht sich einen schönen Standplatz für das Lego-Pop-Art-Gemälde, das sich wirklich schön in einer Wohnlandschaft macht, oder man versucht sich gleich an einer anderen Farbkombination aus Andy Warhols legendärer Bildreihe von Marilyn Monroe. 

Mehr Kunst als Spielzeug

Wer gerne beim Bauen etwas schusselt, muss bei Lego Art Andy Warhol's Marilyn Monroe vorsichtig sein. Zwar fügen sich die Bauteile sehr gut und solide ineinander, viele Reservebausteine gibt es allerdings nicht. Bei den Pins werden manche Farben komplett ohne Reservepins verbaut und einige bleiben mit ein paar Steinchen übrig, auch beim Rahmen wird das gesamte Baustein-Material verwendet. Deswegen raten wir zur Vorsicht beim Auspacken und Bauen, damit die wichtigen Steinchen nicht unter dem Sofa, Teppich oder im Staubsauger verschwinden.

Wie auch Andy Warhol mit seinen Bildern eröffnet das Lego-Art-Set Kunstwerke den Massen und damit auch jenen, die sich nicht unbedingt mit Gemälden und Bildern auskennen. Entsprechend geht auch ein Reiz von dem Bauwerk aus, der es eher zu einem Stück Kunst als zu einem Spielzeug macht. So rechtfertig sich auch eher der trotzdem sehr hohe Preis des Sets. Für erwachsene Fans von Pop-Art und jene, die ein einzigartiges Lego-Bauerlebnis zu schätzen wissen, ist das sehr hochwertige Set Lego Art Andy Warhol's Marilyn Monroe aber ein perfektes Geschenk.

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