LEGO Luke Skywalker’s Landspeeder – ein Fan-Traum

Weitgehend klassisches Bauen, aber ein Fan-Traum: Der LEGO Luke Skywalker's Landspeeder.
Weitgehend klassisches Bauen, aber ein Fan-Traum: Der LEGO Luke Skywalker's Landspeeder.Heute
1.890 Teile, zwei Minifiguren und die Erfüllung fast aller Fan-Träume: Das LEGO Luke Skywalker’s Landspeeder Set begeistert mit exzellenten Details.

Zugegeben, gerade günstig ist das neue LEGO_Set mit 200 Euro nicht – es lässt aber die Herzen der Star-Wars-Fans höher schlagen. Das Unternehmen hat den legendären X-34 Landspeeder nun erneut in Bausteinform gebracht und übertrifft mit ehemalige, rund 30 Euro teure Landspeeder-Set mit nur 236 Teilen in fast allen Belangen. Fast allen? Ja, denn gab es beim ursprünglichen Set noch drei Minifiguren (Luke Skywalker, C-3PO und einen Jawa), muss man sich beim neuen Modell mit den beiden Mini-Figuren von "Star Wars"-Held Luke Skywalker und seinem treuen Roboter-Begleiter C-3PO begnügen. 

Der Rest des neuen Sets überzeugt aber voll und ganz. Der neue Landspeeder, Teil der Ultimate Collector Series, bietet grandiose Details und eine beeindruckende Genauigkeit, was die Umsetzung des Gefährts betrifft. Für alle, die nun die Stirn runzeln: Beim Landspeeder handelt es sich um ein Vehikel aus den "Star Wars"-Filmen, das ganz leicht über dem Boden schwebt und große Distanzen in hohen Geschwindigkeiten zurücklegen kann. Berühmt wurde der Landspeeder, als in der Filmreihe Kult-Jedi Luke Skywalker gemeinsam mit Roboter-Begleiter C-3PO damit auf die Suche nach R2-D2 gehen.

Nicht so düster und mit tollen Details

Doch zurück ins LEGO-Leben. Der Vorteil des neuen Sets ist, dass es nicht ganz so düster und einfärbig wie viele der übrigens Star-Wars-Sets daherkommt. Die Palette reicht hier von vielen dunkelroten Elementen hin zu hellbaunen Platten, umrahmt von nur einigen grauen Steinchen. Schon die Packung mit dem groß abgebildeten Landspeeder auf schwarzem Hintergrund und verziert mit Star-Wars-Logo beeindruckt. Nettes Detail am Rande: Oberhalb des Schriftzugs des Sets ist ein kleines Tatooine-Symbol zu finden, das wohl jedem echten Fan ein kleines Lächeln entlocken wird.

Im Karton finden sich die 1.890 Teile auf insgesamt 14 Säckchen aufgeteilt, wobei große Teile wie die Windschutzscheibe und Verbindungsplatten separat verpackt wurden, um sie vor Beschädigungen und Kratzern zu schützen. Das Heft mit der Bauanleitung ist edel und dick ausgefallen: Auf 260 Seiten finden sich die Bauschritte und nette Anekdoten zum Landspeeder in den Filmen. LEGO spart sich dieses Mal außerdem eine wirkliche Schritt-für-Schritt-Anleitung und fasst offensichtliche Bauschritte in einer Abbildung zusammen – eine gute Entscheidung, die ständiges Weiterblättern verhindert.

Gute Minifiguren und klassischer Bau

Was allerdings viele LEGO-Fans nicht allzu mögen werden: auch ein Stickerbogen ist im Set zu finden, mit dem 18 Sticker per Hand auf verschiedene Bausteine aufgeklebt werden müssen. Wir können im Test entwarnen, denn von den 18 Klebe-Prüfungen sind nur zwei wirklich knifflig und erfordern Fingerspitzengefühl – nämlich jene länglichen Sticker, die auf zwei gebogene Platten aufgeklebt werden sollen. Toll wurden daneben die zwei Minifiguren umgesetzt. Luke Skywalker tritt mit blonder Mähne und weißer Kleidung sowie mit Lichtschwert auf, C-3PO in einer ganz neuen LEGO-Version mit Metallic-Bein.

Beim Aufbau selbst geht es lange Zeit sehr klassisch zu. Gestartet wird mit dem Grundkonstrukt des Landspeeders, das sich durch mehrere verbundene Platten und schlau übereinander gelegte Schichten als extrem stabil zeigt. Anders als bei vielen größeren LEGO-Sets muss man hier zu keiner Zeit Angst haben, dass die Konstruktion beim kleinsten Berühren bersten und man Bauschritte wiederholen müsste – top! Für Begeisterung sorgt dabei etwas später auch, dass beim Gefährt vom Wüstenplaneten Tatooine erstmals viele ganz neuartige hellbraune Elemente zu Einsatz kommen.

Raffinierte Bautechniken an Seiten und Turbinen

Während man den Landspeeder nach und nach fast ausschließlich klassisch "in die Höhe" baut, bieten vor allem die Seiten raffinierte Bautechniken, die man bisher so noch nicht kannte. So darf man in den Seitenwänden dünne, lange Stäbe einziehen und diese so biegen, dass sie in extra dafür gebauten Halterungen festklemmen und so den Eindruck von Schläuchen im Sci-Fi-Hovercraft erwecken. Auch die große Windschutzscheibe hält durch eine simple Steckplatzierungen sicher an ihrem Platz und eine Art Kotflügel-Konstruktion an den Seiten stellt geschwungene Einlässe am Gefährt nach.

Auch Sticker gibt es wieder. Die meisten davon bis auf jene auf der Front sind aber sehr simpel zu kleben.
Auch Sticker gibt es wieder. Die meisten davon bis auf jene auf der Front sind aber sehr simpel zu kleben.Heute

Bunte Platten und Bausteine – auch hellblaue, dunkel- und hellgrüne sowie weiße und orange kommen zum Einsatz – werden fast vollständig innerhalb der Konstruktion verborgen. Nach außen hin gibt es also ein einheitliches Bild mit Rot-, Braun- und Grautönen, das fantastisch aussieht. Besonders knifflig im sonst eher simpel zu bauenden Set sind einzig nur die Turbinen – hier wartet die meiste feine Steckarbeit und das meiste Stickerkleben auf die Fans. Das lohnt sich aber: Vor allem eine Turbine, die die Beschädigungen aus dem "Star Wars"-Film nachstellt, glänzt mit Details wie Schläuchen und Drähten.

Ein beeindruckend detailreiches Cockpit

Weitere Besonderheit der Turbinen: Alle drei sehen fast identisch aus, werden aber zu großen Teilen unterschiedlich montiert, was die Abwechslung beim Bauen erhöht. Im letzten Schritt wird dann der Aufsteller montiert, der den Landspeeder nicht nur knapp über dem Boden (oder Tisch und Regal) "schweben" lässt, sondern auch Platz für die beiden Minifiguren und eine per Sticker beklebbare Platte mit den wichtigsten Informationen zum Modell liefert. Einen kleinen Kritikpunkt findet man dabei: Der Aufsteller hält den Landspeeder gut, aber nicht ganz fest in Form – allzu hart sollte man nicht an das Modell anstoßen.

Einmal fertiggestellt, offenbart der Landspeeder seine unglaubliche Detailvielfalt, besonders im Cockpit. Dort gibt es Monitor-Anzeigen in Stickerform, ein Lenkrad und eine gigantische Rundum-Winschutzscheibe – einzig die schwarzen Cockpit-Sitze sind etwas zu groß für die beiden Minifiguren ausgefallen. "Ausgewachsen" kommt das Modell auf eine beeindruckende Länge von 49 Zentimetern – und offenbart auch ein Manko. Die beiden großen und deutlich sichtbaren Aufkleber an der "Stoßstangen"-Front würden besser zur Geltung kommen, wenn es sich um vorbedruckte Bausteine gehandelt hätte.

Ein teures Vergnügen, das es für Fans wert ist

Das neue Mitglied der Ultimate Collector Series (UCS) von LEGO weiß zu gefallen – auch, weil es sich von den sonst so durchgängig gräulichen Kollegen abhebt und damit zu einem echten Hingucker im Regal wird. Gleichzeitig überrascht aber, dass sich die eigentlich futuristisch-frisch anmutende Form über die weitesten Strecken hinweg sehr klassisch baut. Dem Spaß tut dies keinen Abbruch und vor allem bei den Turbinen und der "Stoßstange" ist das Set dann doch noch für ein paar Überraschungen gut. Einzige Mankos sind die Sticker an der Frontpartie des Modells und der etwas wackelige Aufsteller.

Der Fan-Traum ist mit 200 Euro recht teuer, für Fans aber jedenfalls das Geld wert.
Der Fan-Traum ist mit 200 Euro recht teuer, für Fans aber jedenfalls das Geld wert.Heute

Es ist ein Segen, dass sich LEGO rund um den "Star Wars"-Day entschlossen hat, das Landspeeder-Set größer und weitaus detaillierter neu aufzulegen. Das Ergebnis beeindruckt gewaltig und die vielen Details am Modell erinnern die Fans sofort an das Gefährt aus der Filmreihe. Besonders gut gefallen die beschädigte Turbine, das atemberaubend gut aussehende Cockpit und die schlaue Schlauch-Stäbe-Konstruktion, die sich von einer Seite des Landspeeders über die Front bis zur Mitte der anderen Seite zieht. Mit 200 Euro ist der "Luke Skywalker's Landspeeder" zwar ein teures Vergnügen, aber er ist es auch wert.

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