Schaden von 30.000 Euro

Legte Brand bei Kloster – Ordensbruder wird eingewiesen

Ein 80-jähriger Ordensbruder legte in Tirol Feuer in einem Holzlager. Nun wurde er wegen einer wahnhaften Störung in eine Psychiatrie eingewiesen.
Österreich Heute
23.07.2026, 15:34
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Ein Brand im Kloster St. Petersberg bei Silz (Tirol) hat nun ein gerichtliches Nachspiel: Ein 80-jähriger Ordensbruder wurde am Donnerstag am Landesgericht Innsbruck in eine forensische Psychiatrie eingewiesen.

Der Mann hatte im März in einem Holzlager des Klosters Feuer gelegt. Verletzt wurde bei dem Brand in der Nacht auf den 11. März niemand, der entstandene Sachschaden belief sich laut Kloster auf rund 30.000 Euro.

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Kamera zeigte alles

Die Feuerwehr musste damals mit einem Großeinsatz anrücken. Die Flammen wurden laut Anklage mithilfe von Hydrauliköl gelegt, die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden.

Dass der Ordensbruder hinter der Tat steckt, steht laut Gericht fest. Vor den Richtern wurden Aufnahmen einer Überwachungskamera gezeigt, zudem hatte der 80-Jährige die Brandlegung zugegeben. "Ein Unsinn", meinte er am Donnerstag auf Nachfrage des Richters. Er habe mit dem Feuer die Polizei aufmerksam machen wollen, weil ihm Geld gestohlen worden sei.

Nicht zurechnungsfähig

Ein Sachverständiger stellte beim gebürtigen Deutschen laut dem ORF eine wahnhafte Störung fest. Zum Zeitpunkt der Tat sei der Mann deshalb nicht zurechnungsfähig gewesen. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin die Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie.

Die Verteidigung verwies darauf, dass sich der Gesundheitszustand des Mannes in den vergangenen Monaten verbessert habe. Eine Rückkehr in das Kloster, die sich der 80-Jährige wünscht, ist derzeit jedoch nicht möglich.

Psychiater will Dauerbehandlung

Der Gerichtspsychiater betonte, dass eine dauerhafte Behandlung notwendig sei. Das Schöffengericht folgte schließlich dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

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