Der ehemalige deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann (56) sorgt wieder für Schlagzeilen – diesmal allerdings abseits des Fußballplatzes. Der 56-Jährige steht vor dem Landgericht München und fordert sein Geld zurück.
Einem Freund im Vorstand eines Münchner KI-Unternehmens soll er damals vertraut haben. Dieser überredete ihn zu einem Investment im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Die Aktien wurden ihm für einen Euro pro Stück angeboten, bei einem angeblichen Wert von 6,50 Euro – ein scheinbar lukrativer Deal.
Wie TAG24 berichtet, investierte Lehmann insgesamt 500.000 Euro. Doch das Geschäft entwickelte sich anders als erhofft: Als ihm die Aktien zugeteilt wurden, lag der Kurs bereits nur noch bei 3,50 Euro.
"Ich wollte sofort verkaufen", erklärte der Ex-Keeper vor Gericht. Sein Freund im Vorstand habe ihn davon aber abgehalten. Lehmann vermutet: "Wahrscheinlich hatte er Angst, dass der Kurs fällt, wenn ich verkaufe."
Lehmanns Anwalt argumentiert nun, dass man bei einem geplatzten Geschäft seinem Mandanten eine Rückabwicklung hätte anbieten müssen. Stattdessen sei das Geld verwaltet worden, ohne dass er über den Kursverfall informiert wurde.
Die beklagte Wirtschaftsprüferkanzlei beruft sich auf eine nachträgliche Vertragsanpassung, wonach zwei Euro statt eines Euro pro Aktie fällig gewesen seien. Lehmann selbst sagt, er könne sich daran nicht erinnern.
Seinen Gesamteindruck schilderte er so: "Mein Geld war irgendwann weg und ich weiß nicht, was damit passiert ist." Es ist nicht das erste Mal, dass Lehmann vor Gericht steht – 2024 wurde er wegen eines Kettensägen-Vorfalls im Nachbarschaftsstreit zu 135.000 Euro Geldstrafe verurteilt.