Lehrer zwingen Kinder als Strafe zum Rauchen

Ein Video geht derzeit durchs Netz, auf dem indonesische Volksschüler zu sehen sind, die rauchen. Die Buben wurden vom Lehrer dazu gezwungen – als Strafe fürs heimliche Rauchen.
Ein Video sorgt derzeit ausgehend von indonesischen Social Media für Ärger. Zu sehen sind vier indonesische Buben, die in den Klassenräumen einer Schule in der Ortschaft Sukabumi Zigaretten rauchen. Offenbar wurden sie von einer Lehrperson dazu verdonnert – und zwar als Strafe dafür, dass sie heimlich Tschick pafften.

Die Buben sollen gezwungen worden sein, eine ganze Packung Zigaretten auf einmal aufzurauchen. Was wohl als Abschreckung und "Verleidung" angedacht war, stößt nicht nur besorgten Eltern, die das Video zu Gesicht bekamen, sauer auf.

Schulleiter steht zu Bestrafungsmethode

Der Schulleiter der Schule leugnete den Vorfall nicht und kündigte eine offizielle Pressekonferenz an, um den Vorfall zu besprechen. Lokalpolitiker teilten Rügen aus und bekräftigten, dass es nicht nur aus moralischen und gesundheitlichen Aspekten unverantwortlich sei, Kinder zum Rauchen zu zwingen. Das Paffen in den Klassenräumen sei zusätzlich noch als Verstoß gegen die Rauchergesetze zu verstehen.

CommentCreated with Sketch.4 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Kein Einzelfall in Indonesien

Auch die "Kommission zum Schutz indonesischer Kinder" kritisierte die Entscheidung der Lehrer und sagte, es gebe weitaus angemessenere Strafen, die man bei derartigen Vergehen verhängen könne.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sukabumi im Zusammenhang mit rauchenden Minderjährigen im Fokus steht. Im August wurde die Geschichte des zweijährigen Rapi Ananda Pamungkas bekannt, der bis zu zwei Packungen pro Tag rauchen soll – eine Sucht, die angeblich dadurch begann, als er Zigarettenkippen vom Boden sammelte.

(red)

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