Lehrerin über Alltag: "Umgang mit uns nicht angemessen"

Schuel (Symbol)
Schuel (Symbol)Daniel Scharinger / picturedesk.com
Viele Lehrer klagen derzeit über die Situation. Eine Lehrerin aus dem nördlichen NÖ spricht nun Klartext über die Probleme.

Eine Lehrerin aus dem nördlichen Niederösterreich, die jeden Tag in die Bundeshauptstadt pendelt, kann die Abwanderung der Lehrkräfte verstehen. Denn: Immer rauer wird es für Lehrkräfte in der Bundeshauptstadt, der Betreuungsschlüssel ist mit über 20 katastrophal und in Wien würde man sofort 70 Lehrer einstellen - mehr dazu hier.

Schlechter Umgang

Die Pädagogin aus NÖ erklärt: "Es ist auch die Art, wie man mit uns umgeht, nicht angemessen. Wenn man über ein Jahr auf die Ausstellung des Dienstvertrages wartet, einen Tag vor der Anstellung erst die Info bekommt, dass man und wo man gebraucht wird, wenn Überstunden oft erst ein halbes Jahr später ausbezahlt werden, dann braucht man sich wirklich nicht wundern, dass sich die Begeisterung in Grenzen hält."

Sogar die Gewerkschaft beiße diesbezüglich auf Granit. "Probleme wie diese kennt wahrscheinlich jeder Wiener Lehrer, trotzdem ändert sich scheinbar nichts", meint ein weiterer Lehrer aus NÖ. Noch dazu komme, dass es auch große Herausforderungen im Bereich der Deutschkenntnisse gebe, die Jahr für Jahr größer würden. Darauf Rücksicht genommen werde aber nicht ausreichend, der Druck auf die Lehrer, die Schularbeitsfächer unterrichten, werde stattdessen immer größer und man fühle sich in all dem alleine gelassen. "Dass die Wertschätzung der Gesellschaft gegenüber dem Lehrerberuf alles andere als förderlich und motivierend ist, ist auch kein Geheimnis", so die Pädagogin.

Parkpickerl

Zudem sei auch das Parkpickerl ab März in Wien ein Thema für viele Pendler-Lehrer, sie fühlen sich im Stich gelassen - mehr dazu hier.

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