Österreich

Lehrerinnen lotsten 50 Schüler über Bahngleise

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:38

Ein Schulausflug hätte durch die Fahrlässigkeit dreier Lehrerinnen beinahe in einer Tragödie geendet. Eine Schulklasse von 50 Kindern war auf dem Rückweg von einem Ausflug, als die Aufsichtspersonen laut Augenzeugen die Schüler über Bahngleise lotsten um einen Zug noch zu erreichen.

Ein Schulausflug hätte durch die Fahrlässigkeit dreier Lehrerinnen beinahe in einer Tragödie geendet. Eine Schulklasse von 50 Kindern war auf dem Rückweg von einem Ausflug, als die Aufsichtspersonen laut Augenzeugen die Schüler über Bahngleise lotsten um einen Zug noch zu erreichen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung.

Die Ausflugsgruppe von rund 50 Kindern im Alter von zehn bis zwölf Jahren war am 28. Juni gegen 12.20 Uhr vermutlich am Rückweg von der Burg Kreuzenstein zum Bahnhof Leobendorf in Korneuburg. Um zum Bahnsteig in Fahrtrichtung Wien zu kommen, muss man dort die Gleise überqueren. Der Schranken war jedoch wegen eines ankommenden Zuges bereits geschlossen.

Hier jetzt den Aufreger-Kommentar von Christiane Tauzher zu diesem Thema lesen:Um den Zug in Fahrtrichtung Wien, der bereits am Bahnsteig stand, doch noch zu erreichen, kletterte eine der Begleitpersonen unter dem Schranken hindurch. Mit ausgebreiteten Armen stellte sie sich laut Augenzeugen auf den Gleiskörper, während ihre Kolleginnen die Schulkinder nacheinander unter dem Schranken durch und über die Gleise winkten.

Zug fuhr wenige Sekunden später durch

Laut Zeugenaussagen fuhr ein Regionalzug wenige Sekunden nachdem alle Personen den Gleiskörper verlassen hatten, ohne anzuhalten durch den Bahnhof. Die Gruppe sei laut Zeugen in den Zug in Richtung Wien gestiegen und mit diesem weggefahren.

Die Polizei ermittelt nun gegen die Lehrerinnen wegen fahrlässiger Gemeingefährdung der Schulkinder. 17 Schulen in Niederösterreich und Wien kommen laut Landespolizeidirektion Niederösterreich in Frage.

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