Lehrstellenmarkt wird für Asylwerber nicht geöffnet

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Der Innenminister bremst den Vorschlag des AMS, den Lehrstellenmarkt für Asylwerber zu öffnen. Man hätte keine optimale Ausgangsposition.

Nach dem Vorschlag von AMS-Chef Johannes Kopf, den Lehrstellenmarkt für junge Asylwerber zu öffnen (heute.at berichtete hier), stellt sich Innenminister Wolfang Sobotka (ÖVP) klar dagegen. Eine Öffnung wäre nur eine zusätzliche Motivation für Migranten, nach Österreich zu kommen.

Keine optimale Ausgangsposition

Österreich sei ohnehin massiv durch den Flüchtlingsstrom belastet. Deshalb könne man nicht ernsthaft über eine Öffnung am Arbeitsmarkt, in welcher Form auch immer, reden.

In einer Aussendung meint er weiters, "dieses Signal würde innerhalb kürzester Zeit via soziale Netzwerke in die Herkunftsstaaten durchdringen und Menschen motivieren, sich auf den Weg nach Zentraleuropa zu machen."

Außerdem herrsche in Österreich sowieso eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Das wäre keine perfekte Ausgangssituation sich über die Öffnung des Lehrstellenmarktes für junge Asylwerber Gedanken zu machen. Zusätzlich bräuchte man ein gewisses Sprachniveau, um eine Lehrstelle antreten zu können. Diese Tatsache könnte man sowieso nicht ändern, so Sobotka weiter. (ds)

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