Leichen der drei Schüler aus Israel gefunden

Bild: EPA

Die seit mehr als zwei Wochen im Westjordanland vermissten israelischen Jugendlichen sind tot. Ihre Leichen seien unter einem Steinhaufen auf einem Feld in der Nähe von Hebron gefunden worden, berichtete das israelische Fernsehen am Montag. Aus höchsten israelischen Regierungskreisen wird Vergeltung verlangt. Die ohnehin angespannte Lage droht nun zu eskalieren.

sind tot. Ihre Leichen seien unter einem Steinhaufen auf einem Feld in der Nähe von Hebron gefunden worden, berichtete das israelische Fernsehen am Montag. Aus höchsten israelischen Regierungskreisen wird Vergeltung verlangt. Die ohnehin angespannte Lage droht nun zu eskalieren.

Israel beschuldigt die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas, hinter ihrer Entführung zu stehen. Bei den Opfern handelt es sich um Talmudschüler im Alter von 16 und 19 Jahren. Gil-Ad Shaer, Naftali Fraenkel und Eyal Yifrah waren in der Nähe einer Siedlung im besetzten Westjordanland verschwunden.

Die Jugendlichen seien offenbar schon kurz nach der Entführung erschossen worden, hieß es in dem Bericht des Fernsehens. Die Jagd nach den mutmaßlichen Entführern dauere noch an. Der Geheimdienst hat genannt. Die radikalislamische Hamas hat zu dem Vorwurf nicht Stellung genommen

Lage angespannt

Rechtsorientierte israelische Abgeordnete fordern nach dem Fund der Leichen von drei vermissten Jugendlichen ein hartes Vorgehen gegen die Hamas. "Dieses tragische Ende muss auch das Ende der Hamas sein", sagte Danny Danon von der Regierungspartei Likud am Montag. Er forderte eine Militäroperation und einen "tödlichen Schlag" gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation.

Auch Parlamentspräsident Yuli Edelstein (Likud) sagte: "Israel muss einen kompromisslosen Krieg gegen den Terror im Allgemeinen und speziell gegen die Hamas führen." Israel wirft Hamas vor, hinter der Entführung der Jugendlichen am 12. Juni zu stehen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat der Hamas nach dem Fund der Leichen von drei vermissten Jugendlichen eine harte Reaktion angedroht. "Die Hamas ist verantwortlich und die Hamas wird bezahlen", sagte er am Montag zu Beginn einer Dringlichkeitssitzung seines Sicherheitskabinetts.

Hamas warnt vor "Pforten der Hölle"

Der stellvertretende Verteidigungsminister Danon warf der palästinensischen Hamas-Bewegung vor, die Talmudschüler ermordet zu haben und kündigte eine "lange Operation zur Ausrottung der Hamas" an.

Die Hamas warnte unterdessen ihrerseits Israel vor einem militärischen Vorgehen gegen sie. Jede Eskalation oder jeder Krieg würde die "Pforten der Hölle" öffnen, sagte ein Sprecher der Organisation in Gaza, Sami Abou Zouhri, der zugleich die "israelische Version" der Entfühung in Zweifel zog.

Seit dem Verschwinden der Jugendlichen auf dem Heimweg am 12. Juni hat die israelische Armee bei Razzien nach eigenen Angaben etwa 420 Palästinenser festgenommen, die meisten davon Hamas-Mitglieder.

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