In der heißesten Zeit des Jahres und der Messgeschichte herrscht bei J. in der Liebe gerade Dürre. Früher war man leichter entflammbar, aber man will sich schließlich nicht die Finger verbrennen. Oder nur ein bisschen.
Bei den Temperaturen ist sowieso ein langsameres Tempo angesagt. Die Straßen mögen leer gefegt sein, das Angebot an vielversprechenden Bekanntschaften nicht unbedingt. Um wieder das Feuer in sich zu spüren, braucht es manchmal nicht viel, nur einen Funken, eine glückliche Fügung. Man kommt nebeneinander im gekühlten Kino zum Sitzen, lernt sich unter einem Ventilator auf einer Party kennen. Oder kommt bei der Schlange für große Sommerspritzer ins Schwatzen und Schwitzen. Und plötzlich ist es zwei Uhr Früh und alles fühlt sich ganz leicht an.
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Anders als beim Online-Dating. Von Plattformen Enttäuschte wollen sich gar nicht mehr persönlich treffen, lieber nur texten oder telefonieren, um abzuschätzen, ob ein echtes Date überhaupt lohnt, berichtet J. Dazwischen gerät man immer wieder an Fake-Profile. Allzu muskulöse Fotos und der Wunsch, doch lieber auf WhatsApp zu schreiben, können Indizien sein. Dann doch lieber echte Begegnungen, die das Herz wärmen können, findet J.