Wien

Leichter zum Pass in Wien: Ludwig gibt nun MA35 Gas

Menschen, die in Wien geboren wurden, sollen die Staatsbürgerschaft leichter bekommen, so Bürgermeister Michael Ludwig. Die MA 35 wird aufgestockt!
Thomas Peterthalner
30.05.2022, 15:02

Verfahren, die sich über mehrere Jahre hinziehen, am Amt hebt niemand das Telefon ab: Die Beschwerden über die berüchtigte Einbürgerungsbehörde MA 35 füllen Bände. Bürgermeister Michael Ludwig will das nun ändern. "Man müsste sich einmal tiefgreifend ansehen, woran es liegt, dass manche Verfahren so lange dauern", so der Stadtchef im Interview mit der "Kronen Zeitung". Zuständig für die MA 35 sei aber der Koalitionspartner Neos.

Erleichterungen für in Wien Geborene

Die Behörde soll mehr Personal bekommen, um Anträge schneller bearbeiten zu können. Zum Teil sind die neuen Mitarbeiter schon an ihren Schreibtischen. Um den Amtsweg zu beschleunigen, müssten bürokratische Hindernisse reduziert werden. Ludwig will hier einen "leichteren Zugang". Er könne sich vorstellen, Erleichterungen bei jenen vorzunehmen, die schon hier in Wien geboren sind. 

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Ein halbes Jahr warten

Beispiele, wie dieses, sollen künftig der Vergangenheit angehören: Ein in Wien lebender gebürtiger Bosnier beantragte im Jänner 2021 die österreichische Staatsbürgerschaft. Er bekam von der MA 35 eine Liste, welche Dokumente er vorlegen sollte. Mitte September 2021 hatte der Mann alle Unterlagen beisammen. Er bat um einen "Antragstermin", um diese persönlich abgeben zu können. Der Mann rechnete mit einem Termin in zwei bis drei Wochen. Er staunte nicht schlecht, als ihm ein Termin in 6,5 Monaten zugeteilt wurde.

Der Betroffene wandte sich damit an die Volksanwaltschaft. Am Amt wird bereits an einem neuen Terminvergabesystem. Kein Einzelfall, im Vorjahr gab es Dutzende Beschwerden bei der Volksanwaltschaft über die MA 35. 

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