Wirtschaft

Leih- und Kurzarbeit bleibt attraktiv

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:17

In Österreich kann trotz Wirtschaftskrise die Beschäftigung gehalten werden. Das geht aus einer im Dezember veröffentlichten Umfrage der Zeitarbeitsfirma "Manpower" hervor. Von den befragten 756 Personalchefs wollen 8 Prozent mehr Personen einstellen, neun Prozent wollen reduzieren, der Rest erwartet stagnierende Beschäftigtenzahlen. Doch das eigentlich bedrohliche für Arbeitnehmer: Leih- und Kurzarbeit bleibt für Unternehmen eine attraktive Lösung.

In Österreich kann trotz Wirtschaftskrise die Beschäftigung gehalten werden. Von den befragten 756 Personalchefs wollen 8 Prozent mehr Personen einstellen, neun Prozent wollen reduzieren, der Rest erwartet stagnierende Beschäftigtenzahlen. Das geht aus einer Umfrage der Zeitarbeitsfirma "Manpower" hervor. Doch das eigentlich schwierige für Arbeitnehmer: Leih- und Kurzarbeit bleibt für Unternehmen eine attraktive Lösung.

Besonders gute Jobchancen gibt es 2013 laut "Manpower" in der Energieversorgung, bei der Öffentlichen Hand/Soziales und den Finanzdienstleistern. Am Bau und in der Landwirtschaft ist die Stimmung hingegen schlecht. Regional betrachtet ist die Erwartungshaltung in Salzburg, Kärnten und Wien besser als in Niederösterreich, Tirol und dem Burgenland.

Die schwache Konjunkturentwicklung belastet weiterhin den österreichischen Arbeitsmarkt: Die oder 18.228 Personen auf 322.981 gestiegen. Zudem erhöhte sich die Zahl der Schulungsteilnehmer um 6.627 (+11,9 Prozent) auf 62.457.

Besonders schwer hatten es 2012 Langzeitarbeitslose, Behinderte, Ausländer und Leiharbeiter. Der einzige Lichtblick war der Arbeitsmarkt für Lehrlinge. Zwar gab es auch hier einen Anstieg der Lehrstellensuchenden um 2 Prozent, aber gleichzeitig legte die Zahl der offenen Lehrstellen um 4,5 Prozent zu.

Kurzarbeit soll Kündigungen im Notfall verhindern

Für heimische Unternehmen wird 2013 auch die Kurzarbeit billiger. Ein weiterer Fakt, der wie ein Damoklesschwert über vielen Arbeitnehmern vor allem in der Industrie hängt. Der Staat übernimmt seit Jahresbeginn den Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung nicht erst ab dem siebenten Monat in Kurzarbeit, sondern bereits ab dem fünften Monat.

Die . Die Industrie begrüßte die Reform der Kurzarbeit. Ende November 2012 gab es laut Wirtschaftskammer 1.803 Betroffene in 26 Betrieben, im Dezember sind drei Betriebe mit 444 Betroffenen dazukommen. Von einer Krise wie 2009, als 57.000 Menschen in Kurzarbeit waren, ist man in Österreich zwar noch weit entfernt. Dennoch sind es für Mitarbeiter keine rosigen Aussichten, weil es vielleicht weniger finanziell, jedoch vielmehr eine psychische Belastung darstellt.

Kurzarbeit ist die vorübergehende Reduzierung der Normalarbeitszeit wegen wirtschaftlicher nicht saisonaler Schwierigkeiten im Betrieb. Die an die Mitarbeiter ausgezahlte Kurzarbeitsbeihilfe orientiert sich an den Tagsätzen des Arbeitslosengeldes und deckt die ausfallenden Arbeitsstunden ab. Sie wird vom Arbeitgeber an die Beschäftigten ausgezahlt, aber vom Arbeitsmarktservice (AMS) wieder rückerstattet.

"Mit den Neuerungen soll es für Unternehmen einfacher werden, Kurzarbeit einzuführen, anstatt Arbeitnehmer zu kündigen", meinte Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Spätherbst.

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