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Leipzig-Coach Tedesco vor Aus: Nachfolger bereits fix?

Der nächste Bauchfleck für RB Leipzig. Die deutsche Bullen-Filiale kassierte zum Champions-League-Auftakt eine empfindliche 1:4-Pleite gegen Donezk.

Markus Weber
Domenico Tedesco steht bereits vor der Ablöse bei RB Leipzig.
Domenico Tedesco steht bereits vor der Ablöse bei RB Leipzig.
Imago Images

Im Juni führte Domenico Tedesco Leipzig noch mit dem Erfolg im DFB-Pokal zum ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Nun steht der Coach bereits vor der Ablöse. Die Formkurve der deutschen Bullen geht steil nach unten. Das zeigt vor allem ein Blick auf die letzten Ergebnisse: 0:4 am Samstag in Frankfurt, 1:4 am Dienstag gegen Ukraine-Klub Shakhtar Donezk. Mit bloß einem Sieg liegen die Rasenballer aktuell auf dem mageren elften Bundesliga-Rang.

Tedesco vor dem Aus

Zu wenig für die hohen Ansprüche des Dosen-Klubs, schließlich war Leipzig als Mitfavorit in die Bundesliga-Saison gestartet, galt neben Borussia Dortmund als größter Herausforderer der Bayern. Nun steht Coach Tedesco im Fokus. Glaubt man den deutschen Medien, ist die Ablöse des 36-Jährigen bereits ausgemachte Sache. Nach der Trennung von Jesse Marsch im Dezember 2021 konnte Tedesco die Sachsen zwar stabilisieren, aktuell vermissen die Bullen-Bosse aber die sogenannte "Red-Bull-DNA", den typischen Pressing-Stil, den auch Salzburg seit Jahren verkörpert.

"Es ist schwierig, die passenden Worte zu finden. Der Spielverlauf ist ein Wahnsinn. Es spiegelt wider, was wir in den letzten Wochen erlebt haben. Die haben keinen Torschuss, aber führen mit 1:0", haderte der Coach nach dem Spiel mit einem eklatanten Patzer von Keeper Peter Gulacsi, der Marian Shved die Führung ermöglichte (16.). Durch Mohamed Simakan (57.) kämpften sich die Bullen ins Spiel zurück, kassierten postwendend den zweiten Gegentreffer durch Shved (58.) und bröckelten in der Schlussphase völlig auseinander, wurden in Kontern entblößt. Mykhailo Mudryk (76.) und Lassina Traore (85.) fixierten den Endstand. "Das ist brutal", so Tedesco weiter.

Nun sollen die Tage des 36-Jährigen bei den Sachsen bereits gezählt sein. Schon vor der Pleite gab es Spekulationen in deutschen Medien, dass die Tedesco-Ablöse bei einer Niederlage besiegelt sei. Der Champions-League-Auftakt galt als Schicksalsspiel, und endete mit einer peinlichen Pleite. Nun könnte es ganz schnell gehen. "Ich mache mir über meine Position keine Gedanken. Ich bin gerade enttäuscht, ab morgen sieht die Welt wieder anders aus", gab sich Tedesco gelassen.

Kommt Rose?

Derweil werden bereits die Namen möglicher Nachfolger in deutschen Medien diskutiert. Dabei gibt es einen klaren Favoriten: Marco Rose. Der 45-Jährige steht für den typischen Bullen-Fußball, ist schnell verfügbar und hat gerade nahe Leipzig ein Haus gebaut. Und könnte ausgerechnet am Samstag gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund erstmals auf der Bank sitzen.

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