Fussball

Leipziger verzichtet für Stammzellenspende auf Liga-Hit

Für Leipzig-Kapitän Willi Orban gibt es Wichtigeres als Fußball. Der Ungar kommt als Stammzellenspender infrage, könnte für die Bundesliga ausfallen. 
Heute Redaktion
08.02.2023, 09:00
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Am Samstag trifft RB Leipzig im Schlagerspiel der deutschen Bundesliga auf Union Berlin. Dabei wird Orban wohl ausfallen. Der 30-Jährige ist aber nicht verletzt, sondern wird Stammzellen spenden, um das Leben einer fremden Person zu retten. "Klar kann es sein, dass ich das Spiel gegen Union Berlin verpasse – bei allem sportlichen Ehrgeiz ist das in diesem Fall zweitrangig", meinte der Innenverteidiger gegenüber der "Bild". 

Schon am Mittwoch wird der mehrstündige Eingriff in Dresden durchgeführt. Dem Fußball-Star werden dabei Stammzellen über die Blutbahn entnommen. Schon seit Samstag bekommt er Spritzen verabreicht, trainierte die gesamte Woche nicht. 

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Orban war "überrascht"

Orban ließ sich im Jahr 2017 in der Datenbank der Deutschen Knochenmarkspendedatei aufnehmen. Nun erhielt der 30-Jährige die Verständigung, dass er der perfekte Spender für eine fremde Person sei. "Natürlich war ich zunächst überrascht, als ich die Info bekam, dass ich als Spender infrage komme. Ich habe aber zu keinem Zeitpunkt gezweifelt, sondern wollte die Spende direkt angehen. Das ist die Möglichkeit, mit sehr geringem Aufwand Menschenleben zu retten, da gibt es keine zwei Meinungen. Ich hoffe sehr, dass meine Spende dazu beitragen kann, den Empfänger oder die Empfängerin vollständig zu heilen", so der 30-Jährige. 

Eigentlich darf Orban noch am selben Tag wieder nach Hause gehen, allerdings wird eine Sport-Pause von bis zu zehn Tagen empfohlen. Das Spitzenspiel der viertplatzierten Leipziger gegen den Tabellen-Zweiten Union Berlin wackelt also gewaltig. "Wer mich kennt, weiß, dass ich alles tun werde, um schnell wieder zum Team zu stoßen", so der ungarische Teamspieler, der bisher noch keine Spielminute der deutschen Bullen-Filiale verpasst hat. 

Orban kann übrigens erst im Nachhinein das Geschlecht sowie den Wohnort der empfangenden Person erfahren, ein Treffen ist dann möglich.