Österreich

"Leistbares Wohnen ist für alle machbar"

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:41

Laut SPÖ-Wohnbausprecherin Becher sei mit einem umfassenden Mietrechtsgesetz und einem starken gemeinnützigen Sektor im Wohnbau leistbares Wohnen für alle möglich.

Wie der gemeinnützige Sektor zur Schaffung von leistbaren Wohnungen beiträgt und wie aktuelle Bedrohungen für leistbares Wohnen wirksam abgewehrt werden können, besprach der SPÖ-Parlamentsklub am Dienstag in einer Enquete mit ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und von der Internationalen Mieterschutzorganisation IUT. Mit von der Partie war neben SPÖ-Chef Christian Kern auch die Wohnbausprecherin Ruth Becher.

Wohnen wird immer teurer, müsse es aber nicht

Sie sagt, dass das Thema Wohnung aktueller denn je sei: "Wohnen wird immer teurer und die Herausforderungen werden immer größer, denn immer mehr spekulatives Kapital lässt die Bodenpreise explodieren." Das führe unter anderem dazu, dass der Wohnungsneubau sich mittlerweile stärker am Bedarf der Investoren orientiere und an dem der Menschen vorbeiginge.

Zugleich ist Becher aber überzeugt, dass leistbares Wohnen für alle machbar ist, der politische Wille dazu vorausgesetzt. Dazu brauche es ein umfassendes Mietrechtsgesetz und einen starken gemeinnützigen Sektor im Wohnbau. Das erklärte Becher zumindest am Dienstag bei der Eröffnung der Wohnbauenquete.

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Regierung unternehme nichts

Wegen der niedrigen Zinsen würden viele Anleger und Sparer die Rendite am Wohnungsmarkt suchen. Der schwarz-blauen Regierung warf Becher vor, nichts für die Wohnungssuchenden zu tun. Das Modell des sozialen Wohnbaus funktioniere, "darum beneidet uns die ganze Welt", so Becher.

"Wir müssen das schützen, was funktioniert", betonte Becher im Hinblick auf den gemeinnützigen Wohnbausektor. Dabei geht es ihr auch um die gesetzlichen Eingriffsmöglichkeiten in den Markt, besser gesagt, gegen die Verzerrungen durch den Markt; genauso müsse man das Immobilienvermögen der öffentlichen Hand und der gemeinnützigen Wirtschaft schützen.

Becher will den sozialen Wohnbau weiterentwickeln; dabei geht es ihr insbesondere um Wohnformen für Menschen ohne Eigenmittel und darum, dass die Gemeinnützigen preiswerte Baugrundstücke bekommen.

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(red)