Gegen 14:45 Uhr am Sonntag wurde der Polizei von einem Anrufer ein Raser mit Mistelbacher Kennzeichen auf der A1 in Richtung Salzburg gemeldet, wenig später rief eine 18-Jährige bei der Polizei an und meldete, dass sie – wie sich später herausstellte vom selben Lenker (21) – mit eine Pistole bedroht worden sei.
Auslöser für die Eskalation dürfte ein Unfall gewesen sein. Es soll demnach zu mehreren riskanten Abbrems- und Überholmanövern gekommen sein, die schlussendlich mit einem Auffahrunfall endeten, nachdem der 21-Jährige vor dem Auto der 18-Jährigen grundlos abgebremst haben soll.
In der Folge sollen der 21-jährige Lenker am Pannenstreifen mit einer Pistole und sein Beifahrer, ein 19-jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf, mit einem Schlagring bewaffnet zu dem Fahrzeug der 18-Jährigen gegangen sein und sie und ihren Beifahrer (19) bedroht haben.
Die 18-jährige Lenkerin flüchtete daraufhin panisch mit dem Auto vom Tatort und touchierte beim Einordnen in den Fließverkehr ein unbeteiligtes Fahrzeug. Dabei wurde zumindest niemand verletzt. Der 21-jährige Beschuldigte soll die Pistole in die angrenzende Böschung geworfen haben.
Bei einem Parkplatz im Bereich der Autobahnabfahrt Ybbs sammelte die Polizei dann alle Beteiligten ein. Die Waffe (es war eine Schreckschusspistole) konnte mit Hilfe von Diensthund „Soocky“ aufgestöbert und sichergestellt werden. Der 21-jährige und der 19-jährige Beschuldigte zeigten sich umfangreich geständig und werden nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt. Ein vorläufiges Waffenverbot wurde ausgesprochen. Es setzte zahlreiche Anzeigen, auch gegen die 18-Jährige.