Niederösterreich

Lenker gingen im Stau auf A2 in Rettungsgasse spazieren

Auf der A2 bei Leobersdorf kam es am Donnerstag zu einem heftigen Unfall. Unverantwortliche Autolenker erschwerten den Einsatz für die Rettungskräfte.
04.02.2021, 18:26

Frontal kollidierte am Donnerstag auf der Südautobahn bei Leobersdorf (Bezirk Baden) ein Badener Autolenker mit einem Lkw der Asfinag, der als Absicherungsfahrzeug vor einer Autobahnbaustelle abgestellt war. Drei weitere Autos wurden in den schweren Unfall verwickelt. Vier Betroffene wurden vom Roten Kreuz vor Ort betreut, zwei davon mussten mit Verletzungen unbestimmten Grades in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden. Die Autobahn war für die Dauer der Aufräumarbeiten gesperrt. Ein kilometerlanger Stau bis zur Autobahnraststätte Föhrenberg war die Folge.

Dabei musste sich die Feuerwehr zum wiederholten Male über unverantwortliche Autolenker ärgern. Diese behinderten teilweise mit Spaziergängen in der Rettungsgasse die Zufahrt zum Unfallort. Außerdem wurden laut Feuerwehr wieder einige Lenker beobachtet, wie sie filmend und fotografierend an der Unfallstelle vorbei fuhren und dabei teilweise sogar der Absperrung und den Einsatzkräften gefährlich nahe kamen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Feuerwehr ruft zur Vernunft auf

Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt appelliert an die Autolenker, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. "Das Verlassen des eigenen Fahrzeuges während eines Staus und vor allem das Betreten der Rettungsgasse stellt eine lebensgefährliche Gefahr für das eigene Leben sowie für die anfahrenden Einsatzkräfte dar", schreiben die Florianis am Donnerstagabend nach dem Einsatz in einer Aussendung.

"Außerdem wird darum gebeten, die Rettungsgasse auch nach dem Passieren eines Einsatzfahrzeuges offen zu halten, da jederzeit weitere Einsatzkräfte sowie Fahrzeuge des Straßenerhalters oder Abschleppfahrzeuge folgen können. Konzentrieren Sie sich bei der Vorbeifahrt an einer Unfallstelle außerdem auf den Verkehr vor Ihnen und eine möglicherweise geänderte Spurführung. Das Filmen und Fotografieren von Einsatzstellen kann zu einer gefährlichen Ablenkung führen, die Sie und die Einsatzkräfte gefährdet. Außerdem ist es gesetzlich verboten!", heißt es in dem Schreiben weiter.