Riesenpech für etwa 60 Kinder aus Lettland: Die Schüler waren gemeinsam mit ihren Lehrern am Weg nach Italien, um einen Gesangsauftritt zu absolvieren, als ihr Reisebus vermutlich aufgrund eines Motorschadens auf der Semmering-Schnellstraße S6 in Niederösterreich liegenblieb.
Die Kinder verließen umgehend den Bus, stellten sich hinter die Randleitschiene und warteten auf die alarmierte Feuerwehr. Während sich ein Teil der Florianis darum kümmerte, den kaputten Bus von der Autobahn zu befördern, brachte der andere Teil die Kids zur Raststation Schottwien.
Dort wurde ein Ersatzbus angefordert. "Der Ersatzbus startete von Riga aus. Die Fahrt nach Gloggnitz dauert 16 Stunden. Wir haben den Betreuern also gesagt, dass sie sich um ein Hotel kümmern sollen", berichtet Brandrat und Feuerwehrkommandant der FF Gloggnitz-Stadt, Thomas Rauch im "Heute"-Gespräch.
Doch am Abend kam erneut ein verzweifelter Anruf: Die Gruppe stand immer noch am Rastplatz, konnte kein Hotel finden. Rauch, der in ganz NÖ bestens vernetzt ist, kümmerte sich um die Quartierssuche. "Wir haben dann im Sporthotel am Semmering einen Platz für die Reisegruppe gefunden. In der Volksschule Schottwien hätte man auch noch eine Notunterkunft einrichten können", so Rauch.
Um die Kinder dorthin zu befördern, wurden insgesamt zehn Feuerwehren alarmiert. Etwa 100 Koffer wurden in die Autos eingeladen. Die ganz besondere Fahrt werden die Schüler wohl nie vergessen, mit einem Tag Verspätung ging es dann doch noch nach Italien zum Auftritt.