Der Europacup wird durch die Reform noch komplizierter! Mehr Spiele, ein neuer Modus, Fußball-Feinschmecker müssen sich auf einige Änderungen einstellen.
In dieser Saison wird es noch die gewohnten acht Gruppen mit Hin- und Rückspielen geben. Damit ist aber ab 2024 endgültig Schluss. Champions-, Europa- und Conference League werden nur noch in einer Gesamt-Tabelle ausgetragen.
In der Champions League gibt es dann für jeden Klub nicht mehr sechs Spiele gegen drei verschiedene Gegner, sondern acht Spiele gegen acht verschiedene Mannschaften geben. Die Auslosung erfolgt wie gewohnt mit den Lostöpfen, aber es gibt dann nur noch ein garantiertes Heimspiel gegen einen Topf-1-Gegner.
Am Ende steht eine große Tabelle mit 36 Mannschaften. Die ersten acht sind fix im Achtelfinale. Die Mannschaften auf den Rängen neun bis 16 kämpfen in einem Play-off mit Hin- und Rückspiel gegen die Teams auf den Positionen 17 bis 24. Erst ab dem Achtelfinale ist wieder alles "normal".
So werden insgesamt 124 Europacup-Spiele pro Saison mehr ausgetragen. Dafür muss auch Platz in den nationalen Fußball-Kalendern gemacht werden. Vier neue Europacup-Termine müssen in die Planung reingequetscht werden.
Für Österreich heißt das: Ein Cup-Termin fällt ins Wasser, der Rest fällt in die eigentliche Winterpause. Die Europacup-Starter müssten im Erfolgsfall ihre Weihnachtsferien drastisch kürzen, denn schon Mitte Jänner sollen die Zwischenrunden ausgetragen werden.
Eine positive Sache hat die Reform aber doch: Der Vierte aus der Bundesliga startet nicht mehr in der Quali zur Conference League, sondern darf in der Europa-League-Qualifikation ran.