Am Freitag hat die "Letzte Generation" auf eher unkonventionelle Weise am "Grazathlon", dem Hindernislauf durch die Innenstadt von Graz, teilgenommen. Als das Event und das Bühnenprogramm bereits in vollem Gange waren, erklomm plötzlich ein Umweltaktivist mit Megaphon den Maibaum am Grazer Hauptplatz.
"Jeder, der das Problem jetzt nicht erkennt, belügt sich selbst! Die Zeichen sind eindeutig. Wir müssen jetzt handeln, bevor wir buchstäblich unter Wasser stehen. Es wird sonst zu spät sein!", rief Robert Brauckmann den Zuschauern zu. Gleichzeitig verteilten seine Mitstreiter Flyer an die überraschten Zuseher und hielten "Recht auf Überleben"-Banner hoch.
Der Protest sei nicht gegen den "Grazathlon" gerichtet, stellte Hannah Dechler, Schülerin und Aktivistin der "Letzten Generation", klar.
"Es ist wirklich unübersehbar. Wir erleben seit 11 Monaten eine durchschnittliche Erwärmung von über 1,5 Grad. Die letzten Wochen waren von Überschwemmungen geprägt, und ich befürchte einen weiteren Sommer voller Waldbrände. Wir wünschen uns, dass Veranstaltungen wie diese auch zukünftig möglich sind. Es geht uns darum, jede Gelegenheit zu nutzen, um die Menschen aufzurütteln. Wir brauchen sofortige Maßnahmen, angefangen mit Klimaschutz in der Verfassung", so die 18-Jährige.