Fussball

Leuchtraketen-Attacke! Fan schwer verletzt im Spital

Hässliche Fan-Ausschreitungen überschatten Oliver Glasners ersten Sieg in der Champions League. Ein Frankfurt-Fan musste ins Krankenhaus.

Sebastian Klein
Pyro-Eklat in Marseille
Pyro-Eklat in Marseille
IMAGO/ZUMA Wire

Frankfurt meldet sich nach dem 0:3 zum Auftakt gegen Sporting Lissabon mit einem 1:0-Sieg in Marseille eindrucksvoll zurück. Weil Tottenham parallel überraschend ebenfalls gegen die Portugiesen verliert (0:2), hat der österreichische Trainer Oliver Glasner mit der Eintracht gleich viele Punkte wie die Spurs.

Die Freude über den Auswärtssieg in Frankreich wird durch Ausschreitungen auf der Tribüne überschattet. Pyrotechnik legt das Stadion schon während des Spiels mehrmals in dichten Nebel, laute Knalle begleiten den Königsliga-Hit. Am Schluss eskaliert die Lage. Olympique-Fans feuern Feuerwerkskörper in den Frankfurt-Sektor.

Dabei verletzt sich ein deutscher Fan derart schwer, dass er ins Krankenhaus musste. Frankfurt-Boss Philipp Reschke: "Sein Zustand soll stabil sein, außer Lebensgefahr." Diese Wortwahl lässt erahnen, wie schlimm es den Auswärtsfan erwischt haben muss.

Reschke weiter: "Wir haben solch einen Tag in dieser Form noch nicht erlebt und in dieser Weise auch nicht für möglich gehalten. So richtige Freude mag nicht aufkommen, weil es schon sehr befremdlich ist, welches Ausmaß an Aggressivität und Hass uns da entgegenschlug und natürlich auch auf Reaktionen traf."

Auch Frankfurt muss sich auf Konsequenzen einstellen. Im Netz sorgt ein Video für Entsetzen, das einen Frankfurt-Fan bei einem mutmaßlichen Hitlergruß zeigt. Eine widerliche Aktion, von der sich die organisierte Fan-Gemeinde übrigens umgehend distanziert. Eintracht gilt als weltoffen und weit weg vom rechten Rand des politischen Spektrums. Auch der Klub distanziert sich deutlich.

Pyro-Eklats und das Video könnten für den Klub, der nach Vorfällen in der vergangenen Saison von der UEFA auf Bewährung gesetzt wurde, dennoch saftige Strafen bedeuten.

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