Wegen einer Beziehung mit ihrem Trainer Florian Stengg traf Franziska Gritsch im Dezember die Entscheidung, ein Privatteam zu gründen, aus dem ÖSV auszutreten.
Die 27-Jährige folgte mit dem Austritt ihrem Bauchgefühl, trainiert seitdem alleine mit Stengg, der ebenfalls beim ÖSV kündigte und Gritsch seitdem als Trainer betreut.
Vonseiten des ÖSV unterstützt man den eigenen Weg der Tirolerin. ÖSV-Alpinchef Herbert Mandl sagte der "Tiroler Tageszeitung": "Wir haben uns mit ihr geeignet. Sie will den Weg selber weitermachen, mit ihrem Freund, das ist im Team nicht möglich. Wir wollen ihr nichts in den Weg legen."
Auch, wenn der Skiverband Gritsch in einem Gespräch im April eine Rückkehr anbot. "Wir haben ihr ein Angebot gemacht, wieder mit der Mannschaft zu trainieren. Aber sie will das und ist überzeugt davon, dass es für sie das Beste ist. Sie steht weiterhin normal im Kader und hat einen Startplatz", fuhr Mandl fort.
Größer als zuvor werden allerdings die Kosten, die auf das Privat-Team zukommen. Der ÖSV kommt zwar für etwaige Hotel- und Reisekosten auf, allerdings muss die dreifache Podest-Fahrerin das Training komplett aus eigener Tasche bezahlen.
"Das ist ein großer Posten. Im Vorjahr musste sie das nur während der Saison organisieren, das ist jetzt nicht mehr so", ergänzte der 62-Jährige.