IS reklamiert Bluttat in Belgien für sich

Die IS-Terrormiliz hat den Todesschützen, der in Lüttich drei Menschen erschossen hat, in einer Mitteilung als "Soldaten des Islamischen Staates" bezeichnet.

In einer schriftlichen Mitteilung, die über soziale Netzwerke verbreitet wurde, hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die Bluttat in der belgischen Stadt Lüttich für sich reklamiert.

Der Todesschütze Benjamin H., der am Montag vor einem Café einer Polizistin die Schusswaffe entwendete und diese sowie eine Kollegin und einen unbeteiligten Autofahrer damit erschossen. Anschließend rannte er zu einer Schule wo er eine Putzfrau als Geisel nahm. Er wurde bei einem Schusswechsel mit einer Spezialeinheit getötet.

Die knappe arabischsprachige Mitteilung des IS-Propagandanetzwerks "Amaq" bezeichnet den Todesschützen – der laut Behörden erst kurz vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen wurde, wo er sich radikalisiert haben soll – als "Soldaten des Islamischen Staates". Dieser habe einem Aufruf des IS, sich an Mitgliederländern der Anti-IS-Koalition zu rächen, Folge geleistet

Genaue Details zur Tat nennt die Mitteilung nicht und liefert auch keine Beweise dafür, dass der Todesschütze sich zur Terrormiliz bekannt hat. Sie dürfte also nicht von langer Hand vom IS geplant worden sein.

Die IS-Terrormiliz, die in den vergangenen Jahren fast ihr gesamtes Territorium in Syrien und dem Irak und weite Teile ihrer Führungsriege verloren hat, reklamiert immer wieder tatsächliche und mutmaßliche Anschläge für sich, falls der Täter dabei getötet wurde. (red)

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