Angesichts vieler Unklarheiten zum Impfplan fragte "Heute" im Büro von Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) nach. Soviel vorweg: Viele Fragen bleiben noch immer offen…
Stand Sonntag befanden sich 62.750 Impfdosen (9.750 aus Erstlieferung, 53.000 kamen vergangene Woche, Anm.) von BioNTech-Pfizer in Österreich. Alle Impfdosen wurden nach Wien geliefert, von wo sie verteilt werden.
50 Altersheime und Gesundheitseinrichtungen impfen "besonders Gefährdete" schon jetzt. Das wird auch als "Testlauf" gesehen.
Die ersten 9.750 Impfdosen wurden zu gleichen Teilen auf die Bundesländer aufgeteilt. Die 53.000 nachgelieferten Dosen wurden nach dem Bevölkerungsschlüssel vergeben. Wie viel Impfstoff derzeit pro Land verfügbar ist, konnte das Ministerium aber nicht sagen.
Derzeit weiß das Ministerium nur, dass mit den 9.750 erstgelieferten Impfdosen rund 6.000 Personen geimpft worden sind. Wie viele von den 56.750 verbleibenden Impfdosen bereits verabreicht wurden, ist nicht bekannt.
Obwohl der Impfstoff bereits verwendet werden könnte, wollen die meisten Bundesländer am Impfplan von Gesundheitsminister Anschober festhalten und erst ab 12. Jänner weiterimpfen. Grund: Altersheime und Gesundheitseinrichtungen starten erst am heutigen Montag mit der Bedarfserhebung, elf (!) Monate nach dem ersten bestätigten Corona-Fall in Österreich. Erst danach können entsprechende Impf-Kontingente, je "nach Verfügbarkeit", an Altersheime, Gesundheitseinrichtungen und Co. geliefert werden.
In Wien soll laut Gesundheitsstadtrat Hacker (SPÖ) ab 6. Jänner weitergeimpft werden. Konkret erhalten 5.000 Personen von 6. bis 12. Jänner eine Impfung. Die dafür nötigen 5.000 Dosen stehen laut Hacker aber erst "ab 5. Jänner im Shop der Bundesbeschaffung" abrufbereit. Per 11. Jänner wären in Wien insgesamt 7.040 Menschen immunisiert, vor allem in Pflegeheimen und Spitälern.