Katharina Liensberger hat ein Ritual. Sobald sie bei einem Skirennen die Ziellinie überquert, setzt sie ein breites Grinsen auf und winkt in die Kamera. Dass sie das selbst bei Mega-Rückständen tut, kommt bei Zaungästen nicht immer gut an.
Doch was steckt hinter der Geste? In der "Krone" klärt die 26-Jährige auf. "Stöcke wegwerfen hätte nichts gebracht. Ich habe gewinkt, weil ich froh war, meine Lieblingsbeschäftigung doch ausüben zu können."
Der ÖSV (aka Ski Austria) strich Liensberger einige Sonderrechte. Unter anderem darf ihre Mutter nicht mehr rund um die Uhr dabei sein. "Das Verhältnis zu meiner Mutter ist eng. Und sie hat mich in den vergangenen Saisonen im Skizirkus sehr unterstützt, der Verband hat da mit den nötigen Berechtigungen im Weltcup geholfen. Natürlich bin ich nicht glücklich darüber, wenn da anderes bestimmt wird. Aber es gibt jetzt diese klare Richtlinie. Und die ist nun einmal für alle gleich."
Fakt ist: Liensberger will im kommenden Ski-Winter zu alter Topform zurückfinden. Die Doppel-Weltmeisterin von Cortina wartet seit März 2022 auf einen Stockerlplatz. "Ich bin bereit, mich neu zu orientieren", sagt die Technik-Spezialistin.