Teuerung – erstes Restaurant verlangt jetzt Eintritt

Ein Wirt in Deutschland verlangt nun Eintritt in sein Lokal (Symbolfoto)
Ein Wirt in Deutschland verlangt nun Eintritt in sein Lokal (Symbolfoto)Getty Images/iStockphoto
Die steigenden Kosten belasten auch die Gastronomie. Doch statt die Preise auf der Speisekarte anzuheben, geht ein deutscher Wirt einen anderen Weg.

Das ganze Ausmaß der Folgen der Corona-Pandemie ist noch gar nicht zu fassen und schon trifft der nächste Schlag die Gastronomie: die steigenden Lebensmittel und Energiepreise in Folge des Ukraine-Kriegs sind für viele nur schwer zu tragen. Um die steigenden Kosten überhaupt noch decken zu können, sehen sich viele Restaurantbesitzer gezwungen, die Preise ihrer Speisekarte zu erhöhen.

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Nicht mit Horst Ingendorn aus dem nordrhein-westfälischen Ratingen. Er hat sich eine andere, besonders ungewöhnliche Strategie einfallen lassen, mit der die Gäste am Ende jedoch vermutlich besser aussteigen: Wer künftig in seinem Cedric's speisen möchte, der muss 3 Euro Eintritt zahlen.

Horrende Summen

Eine Maßnahme, die der Wirt gerne vermieden hätte, doch aufgrund der massiven Preisexplosionen sei ihm keine andere Wahl geblieben, erzählte Ingendorn dem "WDR". Alleine die Preise für Gemüse seien um 30 Prozent gestiegen und für Fleisch um bis zu 50 Prozent. Bei anderen Lebensmitteln würden die Preise sogar noch deutlich höher ausfallen. So kosten Öle und Frittierfett um die 100 Prozent mehr als noch vor einigen Monaten, so die Angaben der Gastronomen. Die Energiekosten seien sogar um sage und schreibe 2.000 Prozent gestiegen. 

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"Dann habe ich irgendwann die Reißleine gezogen und gesagt, wir müssen jetzt irgendwas machen", so der Wirt. Weil er aber die Karte nicht ändern wollte, habe er sich für das Modell Pauschalaufschlag entschieden. Seit knapp vier Wochen müssen bei ihm alle Gäste, die dort essen möchten, pauschal drei Euro extra zahlen. Nur Kinder sind davon ausgenommen.

Kein Gewinn

Mit entsprechenden Schildern auf den Tischen weist der Wirt auf die Neuerung hin. Dabei soll diese nur solange eingesetzt werden, bis sich die wirtschaftliche Lage etwas verbessert hat. Laut eigenen Angaben mache er mit den Eintrittsgeldern keinen Gewinn. Die Einnahmen würden ihm lediglich bei der Schadensbegrenzung helfen.

Seinen Gästen scheinen die neuen Extrakosten jedenfalls nicht groß zu stören: "Die Gäste, mit denen ich gesprochen habe, haben Verständnis dafür. Und ich denke, dass diese Offenheit oder Ehrlichkeit, das so rüberzubringen, eigentlich ganz gut ankommt", erklärte Ingendorn abschließend.

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