Indonesien hat eines der striktesten Drogengesetze der Welt. Im schlimmsten Fall droht dem Verdächtigen gar die Todesstrafe. Dennoch reisen gerade Touristen – ob wissentlich oder unwissentlich – immer wieder mit Drogen im Gepäck ins das Land. Ein Delikt, wegen dem jetzt ausgerechnet im Urlaubsparadies Bali einer 19-Jährigen die Erschießung droht.
Manuela Vitoria de Araujo Farias war im Jänner auf der Insel gelandet. In ihrem Gepäck: drei Kilogramm Kokain.
In diesen Ländern drohen die härtesten Drogen-Strafen:
Mittlerweile sitzt die Brasilianerin, die in ihrer Heimat Unterwäsche und Parfums verkauft, seit zwölf Wochen in der Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass die junge Frau mit einer Drogenbande in Verbindung steht. Wird sie im Anklagepunkt "Internationaler Dorgenhandel" für schuldig gesprochen, droht ihr die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando.
Ihre Verteidigung Davi Lira da Silva behaar jedoch darauf, dass Farias getäuscht und reingelegt wurde. Man habe ihr versprochen, dass sie in einem Tempel für ihre kranke Mutter um Heilung beten könne. Auch gratis Surfstunden sollen ein Thema gewesen sein.
Die Alternative zur Todesstrafe: eine lebenslange Haftstrafe.