Reisen

Flugzeugtür geht während Flug auf – Gepäck fliegt davon

Die Passagiere eines russischen Fluges überlebten einen schrecklichen Zwischenfall, als eine Flugzeugtür während des Fluges aufging. 

Sabine Primes
Der Vorfall ereignete sich an Board eines Flugzeugs der Airline IrAero.
Der Vorfall ereignete sich an Board eines Flugzeugs der Airline IrAero.
Getty Images

Am 9. Jänner kam es bei einem Flug der Airline IrAero von Magan nach Magadan (Russland) zu einem Zwischenfall. In 2.743 Metern Höhe kam es zu einem plötzlichen Druckabfall in der Maschine, woraufhin sich die hintere Gepäckraumklappe zur Hälfte öffnete. 

Eisige Temperaturen

Bei eisigen Temperaturen fürchteten die Passagiere um ihr Leben. Laut Augenzeugen wurden die Mützen der Passagiere weggeblasen. Der größte Teil des Gepäcks der Passagiere flog aus der geöffneten Tür. Die Besatzung beschloss, zum Ausgangsflughafen zurückzukehren und landete wieder in Magan. Magan befindet sich in der Nähe von Jakutsk – laut Berichten die kälteste Stadt der Welt. An Board der Antonow An-26 befanden sich 25 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Niemand wurde verletzt.

Videobeweis

Videoaufnahmen, die vom Luftfahrtblog FL360aero veröffentlicht wurden, zeigen, dass ein Teil des Flugzeugrumpfs zum Himmel hin offen war, während sich die Passagiere an die Sitze klammerten und die Kapuzen hochzogen.

Ein weiteres von einem Passagier aufgenommenes Video zeigt das Flugzeug im Tiefflug über verschneite Berge. In einer Erklärung des Flughafens Magan wurde der Vorfall bestätigt. 

Das Statement der Airline

Ein IrAero-Sprecher sagte: "Am 9. Januar 2023, gegen 14:00 Uhr Ortszeit, musste ein Flugzeug des Typs IrAero AN-26-100 mit 25 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern aus einem technischen Grund – Druckabfall in der Luke – zum Abflughafen Magan zurückkehren. Das Flugzeug ist sicher gelandet, niemand wurde verletzt. Das Flugzeug war auf einem Charterflug auf der Strecke Irkutsk-Jakutsk-Magadan unterwegs. Jetzt ist das Flugzeug in Magan, die Passagiere sind in einem Hotel untergebracht. Die Föderale Luftverkehrsbehörde hat eine Kommission eingesetzt, die den Vorfall prüft."