Aufzug kaputt, Wasser im Keller und eine Familie am Limit: Bewohner einer BUWOG-Anlage in der Breitenfurter Straße Wien-Liesing klagen über unzumutbare Zustände. Seit einem Starkregen Mitte Juli steht ihr Lift still.
Das Drama begann mit einem schweren Starkregen am 17. Juli: Der Aufzug in einer Stiege ist seither außer Betrieb. Das Untergeschoss stand damals unter Wasser, die Feuerwehr musste laut Bewohnern ausrücken und das Wasser abpumpen.
Für eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern ist der Lift-Ausfall besonders bitter. Ihre Wohnung liegt im siebenten Stock, das Auto steht im dritten Untergeschoss. Immer wieder aufs Neue müssen sie somit zehn Stockwerke zu Fuß bewältigen.
Besonders dramatisch sei die Situation vor wenigen Tagen geworden. Ein Kind der Familie musste nach Angaben der Eltern gegen 3 Uhr morgens ins Krankenhaus. Weil der Lift nicht funktionierte, mussten die Eltern das fiebernde Kind durch das Stiegenhaus tragen.
"Ein fieberndes, krankes Kind zehn Stockwerke mitten in der Nacht hinab- und hinaufzutragen, ist untragbar", schildert die Familie gegenüber "Heute".
Die Bewohner kritisieren die Kommunikation der Hausverwaltung. Eine schriftliche Anfrage samt Forderung nach Mietzinsreduktion von Ende August sei unbeantwortet geblieben.
Die BUWOG bestätigt gegenüber "Heute" wiederholte Wassereintritte im Erdgeschoss, Keller und Aufzugsschacht. Die Ursache habe bislang "noch nicht abschließend geklärt werden" können.
Man stehe bereits "in engem Austausch mit einem Sanierungsunternehmen sowie einem Sachverständigen" und arbeite an der Koordination der notwendigen Maßnahmen, heißt es in der Stellungnahme.
Die BUWOG betont, auf zeitnahe Rückmeldungen von Partnerbetrieben angewiesen zu sein. Sobald sämtliche Ergebnisse und Unterlagen vorliegen, sollen die nächsten Schritte "umgehend" gesetzt werden, damit der Aufzug so rasch wie möglich wieder in Betrieb gehen kann. Für die betroffene Familie heißt es bis dahin allerdings weiter: Stiegen steigen.