Sieben Sperren nach Derby

Liga-Hammer! Diese Strafen kassieren die Rapid-Stars

Die Derby-Strafen stehen fest! Fünf Rapid-Spieler werden gesperrt, fehlen im Showdown um die Top 6. Auch Steffen Hofmann muss zuschauen.

Sport Heute
Liga-Hammer! Diese Strafen kassieren die Rapid-Stars
Marco Grüll und Guido Burgstaller waren am Rapid-Skandal beteiligt.
Gepa

Der Homophobie-Eklat nach dem Derby-Sieg vergangene Woche hat für fünf Rapid-Kicker und Co-Trainer Stefan Kulovits harte Folgen – das Sextett wurde vom Senat 1 der Bundesliga gesperrt. Geschäftsführer Steffen Hofmann wurde wegen "Ehrverletzung" ebenfalls verurteilt.

Die Strafen im Detail

Kapitän Guido Burgstaller und der künftige Bremen-Legionär Marco Grüll wurden wegen Diskriminierung für je sechs Pflichtspiele gesperrt – drei davon bedingt auf 24 Monate.

Thorsten Schick muss fünf Partien zuschauen (drei bedingt), Maximilian Hofmann und Niklas Hedl wegen Verletzung des FairPlay-Gedankens drei Partien (zwei bedingt).

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Sprich: Alle fünf Profis fehlen den Hütteldorfern zumindest am kommenden Sonntag im "Finale" um die Meisterrunde gegen Klagenfurt.

Die Rapidler müssen zudem verpflichtend an Workshops zum Thema Diskriminierung teilnehmen.

Rapid lange ohne Co-Trainer Kulovits

Geschäftsführer Hofmann erhielt für seine verbale Entgleisung Richtung Austria eine zweimonatige Funktionssperre (davon ein Monat bedingt). Co-Trainer Stefan Kulovits wegen Diskriminierung eine dreimonatige, davon ebenfalls ein Monat bedingt. Die Funktionssperre beginnt bei jedem Pflichtspiel 30 Minuten vor Spielbeginn und endet mit dem Abpfiff.

Plus: Rapid darf sich bis 4. März 2026 keinen diskriminierenden Fehltritt leisten – anderenfalls werden drei Punkte abgezogen.

Die Hütteldorfer wollen sich am Dienstag zum Urteil äußern.

Der Senat 1 der Bundesliga begründet die Sanktionen wie folgt: "Die Österreichische Fußball-Bundesliga bekennt sich zum Kampf gegen Diskriminierung jeder Art. Die Vorbildwirkung von Fußballern, Betreuern und Funktionären geht über das Geschehen am grünen Rasen hinaus. Die Inhalte der Videos stehen in keinerlei Einklang mit den Werten, für die der Fußball insgesamt und die Österreichische Fußball-Bundesliga im Speziellen stehen. Sowohl der SK Rapid als auch die Spieler haben glaubhaft dargelegt, dass ihnen die Vorkommnisse sehr leid tun. Der Senat 1 hat das bei seiner Strafzumessung entsprechend gewürdigt, indem bei sämtlichen Beteiligten mit teilbedingten Strafen vorgegangen ist. Zu betonen ist allerdings, dass der vorgegebene Strafrahmen bei diskriminierenden Äußerungen oder Handlungen einerseits die Schwere der Vergehen dokumentiert und andererseits auch die Intention des Fußballgesetzgebers verdeutlicht, dass derartige Vorkommnisse entschieden zu verhindern sind. Der Maßnahmenkatalog des SK Rapid wurde dabei ebenso positiv beurteilt wie die Bereitschaft der Spieler, an solchen bewusstseinsbildenden Workshops aktiv teilzunehmen."

Die fünf Spieler und Kulovits, Assistent von Chefcoach Robert Klauß, hatten am Sonntag vor einer Woche den 3:0-Derbysieg gegen die Wiener Austria unter dem Block West im Allianz Stadion mit Rapid-Ultras gefeiert. Dabei hatten sie in einen homophoben Sprechchor eingestimmt. Videos belegen den Vorfall.

Auf den Punkt gebracht

  • Die Bundesliga reagiert auf den Derby-Eklat von Rapid
  • Die beteiligten Spieler wurden mit Sperren belegt
red
Akt.
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