Blitze und Donner hatten Richard G. (51), seine Frau Claudia und Tochter Fiona die ganze Nacht lang im Lignano-Urlaub wachgehalten. Als sich die Wiener Familie am Dienstagmorgen mit einem Frühstück auf der Terrasse stärken wollte, bot sich ihnen ein unheimliches Naturschauspiel: Ein Wirbelsturm fegte übers Meer.
„"Es war bedrohlich wie im Film"“
"Es war bedrohlich wie im Film", erzählt Richard G., der seit 40 Jahren seine Ferien in Lignano verbringt. "Sowas habe ich hier noch nie gesehen. Bilder wie diese kennt man sonst nur aus Amerika, nicht von der Adria", so der Zeuge des Tornados.
"Zuerst sah man schwarze Wolken am Himmel, dann kam ein gigantischer Zapfen runter und traf eindrucksvoll aufs Meer. Anfänglich waren es zwei Wirbelstürme, dann wurde der eine immer stärker", beschreibt er die wilde Wasserhose, an der das Italien-Tief "Farideh" Schuld trug.
Im gegenüberliegenden Grado traf der Tornado auf Land und wirbelte ordentlich Sand auf. In Lignano blieb der Wirbelsturm in der Adria, dennoch sagt Richard G: "Meine Frau war ziemlich aus dem Häuschen, es war schon arg. Meine Tochter nahm es gelassener".