Mutter bringt Babys mit 11 Wochen Abstand zur Welt

Liya und Maxim sind Zwillinge, doch zwischen ihren Geburtstagen liegen fast drei Monate. Wie ist das möglich?

Gleich zweimal konnte sich Liliya Konovalova über Familienzuwachs freuen – einmal am 24. Mai, als ihre Tochter Liya zur Welt kam, und einmal am 9. August. Da erblickte Liyas Zwillingsbruder Maxim das Licht der Welt.

Zwischen den beiden Geburtstagen liegen knapp drei Monate – etwas, das laut dem kasachischen Gesundheitsministerium, das die Kunde der ungewöhnlichen Geburt in den sozialen Medien teilte, nur "sehr, sehr selten" geschieht.

In der Regel kommen Zwillinge – egal ob eineiig oder zweieiig – innerhalb weniger Minuten oder Stunden zur Welt.

Rares Phänomen

Möglich war die gestückelte Geburt nur, weil die Mutter an einer anatomischen Anomalie leidet, einem sogenannten Uterus didelphys. Die Betroffenen verfügen dabei über zwei Gebärmütter, in denen – wie in Liliya Konovalovas Fall – die Zwillinge getrennt voneinander heranwuchsen.

Abbildung eines Uterus didelphys im Buch "Gynaecology for students and practitioners" (1916).

Typisch für separat heranreifende Zwillinge sind Frühgeburten – auch im Fall von Liya und Maxim: Während eine normale Schwangerschaft im Schnitt 40 Wochen dauert, kam das Mädchen in der 25. und sein Bruder in der 36. Schwangerschaftswoche zur Welt.

Kommt auch in unseren Breitengraden vor

So selten ein Uterus didelphys auch vorkommen mag: Es kommt vor – und da das Phänomen so faszinierend ist, schaffen es Fälle auch regelmäßig in die Medien. So wie beim Kölner Paar, dessen Zwillinge nicht nur im Abstand von drei Monaten, sondern auch in unterschiedlichen Jahren geboren wurden (siehe Video unten). (fee)

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