Politik

Lindner: "Habe mehr als 100 Vorzugsstimmen"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:41

Ex-ORF-Chefin Monika Lindner bleibt bei ihrem Vorhaben, ihr Nationalratsmandat als freie Abgeordnete anzunehmen. Auf die Frage von ORF-Moderator Armin Wolf in der "ZiB 2" am Dienstagabend, ob ihr Entschluss in Stein gemeißelt ist, sagte sie: "Ich habe das vor, ja." Zur teils auch scharfen medialen Kritik an ihrer Entscheidung sagte sie, "sowas kann man nicht kommentieren".

verteidigte sie damit, dass sie immerhin "mehr als 100 Verzugsstimmen" erhalten habe.

Ein brisantes Duell. Ausgerechnet bei Armin Wolf in der ZiB 2 erläuterte Monika Lindner (69) Montagabend erneut, warum sie als ins Parlament geht. Als Lindner noch Generalintendantin des ORF war, hatte Wolf eine Brandrede gegen sie gehalten. Unter ihrer Führung sei die "Einflussnahme politischer Parteien hemmungslos".

In der ZiB 2 wiederholte Lindner Altbekanntes. Warum sie bei Stronach nach drei Tagen ausschied ("es gab einen Vertrauensbruch"), was sie im Parlament machen will ("Partner für meine Anliegen suchen"), wie sie ihre Arbeit anlegt ("ich bin frei in meiner Entscheidung"). Zur teils auch scharfen medialen Kritik an ihrer Entscheidung sagte sie, "sowas kann man nicht kommentieren".

"Legale Möglichkeit"

Dazu, dass sie entgegen ihrer Ankündigung, das Mandat nicht annehmen zu wollen, nun doch ins Parlament einziehen wird, sagte Lindner, sie habe "nach einer relativ langen Bedenkzeit" gesehen, dass es die "legale Möglichkeit gibt, als freie Abgeordnete für jene Anliegen im Parlament zu arbeiten, die mir wichtig sind". Gefragt, ob sie glaube, dass , meinte Lindner, sie habe mehr als 100 Vorzugsstimmen erhalten.

"Habe eine ganze Menge Anliegen"

Dass sie als freie Abgeordnete wenig bis gar nichts ausrichten wird können, da sie etwa in keinen Ausschüssen vertreten sein wird, stellte Lindner in Abrede: "Man kann Verbündete suchen in allen Parteien und Klubs." Sie habe jedenfalls "eine ganze Anzahl von Anliegen". Mit dem wolle sie sich jedenfalls eine Struktur aufbauen, um diese auch umzusetzen, betonte die Ex-ORF-Chefin.

Lindner hatte bei der Nationalratswahl auf der Bundesliste des Team Stronach auf Platz drei kandidiert, der Partei aber bereits wenige Tage nach ihrer Nominierung die Gefolgschaft aufgekündigt. Dieses Vorgehen begründete sie in der "ZiB 2" einmal mehr damit, dass der ehemalige Klubobmann des Team Stronach, Robert Lugar, ihr gegenüber einen "Vertrauensbruch" begangen habe, da er sie als "Speerspitze" gegen den ORF und Raiffeisen bezeichnet hatte.

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