Lindsay Lohan wurde nach einer neuen Anhörung im Gericht von Los Angeles in Handschellen abgeführt und in Haft genommen, nachdem Richterin Stephanie Sautner ihre Bewährungsstrafe widerrufen hat.
Lindsay Lohan hat ihre Bewährungsauflagen verletzt. Am Mittwoch wurde sie nach einer neuen Anhörung im Gericht von Los Angeles in Handschellen abgeführt und in Haft genommen, nachdem Richterin Stephanie Sautner ihre Bewährungsstrafe widerrufen hat.
Lohan war neun Mal nicht zu den gerichtlich vorgeschriebenen Arbeitseinsätzen beim ‘Downtown Women’s Center’ in Los Angeles erschienen.
Zum Gericht kam Lohan kam im weißen, langen Kleid - so wollte sie anscheinend ihre Unschuld betonen. Aber es half nichts: Die Kaution wurde auf 100.000 Dollar festgesetzt und eine weitere Anhörung für den 2. November angesetzt. Die Anhörung im November wird darüber befinden, ob Lohan ihre Bewährung tatsächlich verliert – dann könnte sie, falls schuldig gesprochen, für anderthalb Jahre ins Gefängnis wandern.
Die Richterin warnte die 25-Jährige zudem, bis zur nächsten Anhörung 16 Stunden ihrer gemeinnützigen Arbeit zu erledigen. 480 Sozialstunden wurden ihr als Teil ihrer Bewährungsstrafe aufgebrummt, von denen sie 360 Stunden in einem Frauenhaus und 120 Stunden in einer Leichenhalle ableisten sollte.
Aus dem Frauenhaus wurde sie allerdings vor wenigen Tagen herausgeworfen, nachdem sie zu neun vereinbarten Terminen nicht erschienen war. Laut Richterin Sautner habe sie diese Termine freiwillig sausen lassen. "Ich dachte, sie könnte für das städtische Frauenzentrum von Wert sein, aber das ist sie offensichtlich nicht", erklärte Sautner. "Sie muss noch 56 von insgesamt 60 Tagen arbeiten und sechs Monate sind bereits vergangen. Wie viele Bewährungsauflagen hat sie bereits verletzt? Bewährung ist ein Geschenk, kein Recht."
Halskette gestohlen
Sollte Lohan die Kaution bezahlen, müsse sie zumindest zweimal die Woche im Leichenhaus arbeiten.
Zu der Bewährungsstrafe wurde Lohan verurteilt, nachdem sie eine Halskette geklaut hatte und damit Bewährungsauflagen einer vorhergehenden Strafe wegen Alkohol- und Drogenvergehen verletzt hatte. Zusätzlich zur gemeinnützigen Arbeit wurde sie für 35 Tage unter Hausarrest gestellt.