Linke wollen Wulff-Nachfolger mitbestimmen

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Die Linke in Deutschland pocht nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff darauf, an der Suche nach einem Nachfolger beteiligt zu werden. "Merkel wäre gut beraten, nach einer Lösung mit allen im Bundestag vertretenen Parteien zu suchen", sagte Parteichef Klaus Ernst der Rheinischen Post.

darauf, an der Suche nach einem Nachfolger beteiligt zu werden. "Merkel wäre gut beraten, nach einer Lösung mit allen im Bundestag vertretenen Parteien zu suchen", sagte Parteichef Klaus Ernst der Rheinischen Post.

Das höchste Amt habe wegen der Affären um Wulff Schaden genommen und auch das Vertrauen in die Politik. "Wenn der Schaden nicht tiefer werden soll, dann muss das Signal lauten, dass es miteinander und nicht gegeneinander geht", sagte Ernst.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sagte dem Hamburger Abendblatt, es sei hoffentlich nur ein "Versehen" von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewesen, die Linke nicht bei der Kandidatensuche zu nennen - auch wenn diese Hoffnung zugegebenermaßen "etwas naiv" sei. Wenn man das Vertrauen in das Amt des Bundespräsidenten wiederherstellen wolle, "müssen wir das kleine Wunder vollbringen, gemeinsam eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden, der von der CSU bis zur Linken akzeptiert wird", sagte Gysi.

Merkel hatte am Freitag nach dem Rücktritt Wulffs SPD und Grünen angeboten, gemeinsam über einen Nachfolgekandidaten zu beraten. Die Linke erwähnte sie dabei nicht.

APA/Red.

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