Höchste Gefahrenstufe

Linux-Lücke: KI findet elf Jahre alten Bug

Eine kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel betrifft Millionen Systeme weltweit. Eine KI von Anthropic entdeckte den elf Jahre alten Fehler.
31.10.2026, 11:07
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Im Netzwerkcode des Linux-Kerns wurde eine kritische Schwachstelle entdeckt, die nahezu alle gängigen Linux-Distributionen betrifft. Debian, Red Hat, SUSE und Ubuntu zählen zu den betroffenen Systemen.

Die Lücke im TCP/IP-Stack ermöglicht es Angreifern, übers Netzwerk eigenen Code einzuschleusen und auszuführen. Mit einem CVSS-Score von 9,8 erreicht sie die höchste Gefahrenstufe.

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Laut heise.de entdeckte Anthropics KI-System Claude die Sicherheitslücke bei systematischen Tests. Der Fehler schlummerte seit rund elf Jahren unbemerkt im Code des Linux-Kerns, den Millionen von Systemen nutzen.

Race-Condition als Ursache

Bei der Schwachstelle handelt es sich um eine sogenannte Race-Condition. Dabei kann ein Angreifer den Linux-Kernel dazu bringen, auf einer CPU Speicher zu verwenden, den kurz zuvor eine andere CPU bereits freigegeben hatte.

Betroffen sind alle IPv4-Implementierungen seit Version 4.4 des Linux-Kerns. Die IPv6-Umsetzung ist hingegen nicht betroffen. Aktuell arbeiten die Linux-Distributoren mit Hochdruck an Updates für die betroffenen Systeme.

Exploit nicht öffentlich

Der bislang einzige bekannte Exploit stammt von Anthropic und ist nicht öffentlich verfügbar. Er bezieht sich auf sogenannte Multipath-TCP-Verbindungen, eine TCP-Option, die ein Serverdienst explizit anfordern muss.

Experten warnen, dass KI-Systeme künftig systematisch solche Sicherheitslücken in gewachsenen Codebasen aufdecken könnten. Auf Nutzer kommt damit eine große Welle an Schwachstellen zu, die über Jahrzehnte angehäuft wurden.

tec, 31.10.2026, 11:07