Österreich

Linz AG: Stromanbieter erklärte Lebende für tot

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:37

Peinliche Panne beim oö. Energieversorger Linz AG: Die Gesellschaft erklärte eine 58 Jahre alte Frau für tot. Die Dame versuchte mehrmals, den Irrtum aufzuklären, aber selbst ein persönlicher Besuch im Kundencenter (!) brachte keine Abhilfe, berichten die OÖ Nachrichten.

Die Mühlen der Bürokratie in der Linz AG mahlen laaaaaaangsaaaam. Anders scheint es nicht erklärbar, dass eine Kundin von der Firma über mehrere Wochen für tot erklärt wurde, obwohl sie quietschlebendig war.

Die skurrile Geschichte: Die Nachbarin der 58 Jahre alten Christine R. war verstorben. Die Linzerin übernahm deren Sachwalterschaft und so auch die Post.

Am 1. Juni setzte die Frau der Linz AG vom Ableben der Nachbarin in Kenntnis.

Zwei Wochen wurde der Arzthelferin mitgeteilt, dass sie gestorben sei. Hinterbliebene sollten sich doch bitte bei der Firma melden.

Fax und Mail ohne Erfolg

Damit begann der bürokratische Spießrutenlauf: Zunächst versuchte R., den Irrtum per Fax aufzuklären - ohne Erfolg.

Dann per Email - ebenfalls ohne Erfolg.

Selbst als sie sich persönlich im Kundencenter vorstellte, gab es keine Reaktion.

Die Linz AG hat den Fehler mittlerweile erkannt und sich bei der Dame entschuldigt. R. nimmt es gelassen. Den OÖ Nachrichten sagte sie: "Jedem kann ein Fehler passieren. Aber wenn sie mich schon sterben lassen, dann wäre irgendeine Reaktion doch das Mindeste. Ich weiß ja nicht einmal, ob meine Bitte um Richtigstellung jemals irgendwo angekommen ist."

Nachsatz: "Ich bin quietschlebendig. Totgesagte leben eben länger."

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