Österreich

Linz droht Verkehrs-Infarkt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:53

Mehr als 120.000 Auto-Pendler quälen sich pro Tag durch die Stadt. Staus sind die logische Folge. Die geplante Sperre der Eisenbahnbrücke verschärft die Situation. Die Autos werden dann die Wohngebiete verstopfen, warnt ÖVP-Klubchef Klaus Fürlinger und attestiert Verkehrsreferent Klaus Luger (SPÖ) fehlende Ideen.

Unser Appell, endlich Lösungen für den umgeleiteten Verkehr vorzustellen, verhallen immer wieder, ärgert sich Fürlinger, der Staus und den drohenden Verkehrsinfarkt voraussagt. Die SPÖ soll endlich Verantwortungsgefühl und Handlungsbereitschaft zeigen! Wenig beeindruckt von Führlingers Forderungen zeigt sich der angesprochene Verkehrsreferent Luger: Wir prüfen derzeit, wie die Eisenbahnbrücke über das Jahr 2012 hinaus für Autos benützbar ist. Außerdem soll noch im November der Plan für eine neue Brücke eingereicht werden. Zu Führlingers Vorwurf, dass Autos die Wohngebiete verstopfen würden, sagt Luger: Wenn die ÖVP künftig das Urfahrmarktgelände für Autos sperren will, verursacht das einen täglichen Stau von neun Kilometern.

15.000 Autos queren täglich die Eisenbahnbrücke. Sie müssen bis zur Fertigstellung auf Voest-, Nibelungen- und Steyregger Brücke ausweichen. 48.000 Fahrzeuge sind täglich auf der Nibelungenbrücke unterwegs. In 15 Jahren können es 70.000 sein, vorausgesetzt, der Westring kommt nicht, sagt Luger. Apropos Nibelungenbrücke: Im kommenden Jahr soll eine Verbreiterung der Brücke um 75 Zentimeter auf beiden Seiten anstehen, um so die Radwege zu attraktivieren. Kosten: 1,6 Millionen Euro. Die 189.845 Linzer benützen täglich 171.345 Mal das Auto, um ihre Wege zurückzulegen.

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