Österreich

Linz: Stadt muss tief in Sparstrumpf greifen

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:54

Der druckfrische Rechnungsabschluss 2009 der Landeshauptstadt hats in sich: Das krisenbedingte Einnahmen-Minus bei den Bundesmitteln beschert Linz ein 25 Millionen Euro großes Budgetloch. Finanzstadtrat Johann Mayr (SPÖ) muss dafür Rücklagen auflösen und neue Schulden machen.

Insgesamt hat die Landeshauptstadt nun einen Schuldenstand von 472,6 Millionen Euro. Wir werden auch heuer wieder Darlehen aufnehmen müssen, erklärt Mayr. Schuld an der angespannten Lage seien die einbrechenden Einnahmen aus Bundesmitteln, die im Vergleich zu 2008 um mehr als zehn Millionen Euro geschrumpft sind. Daneben sind auch die Einkünfte der Stadt - vor allem durch die Kommunalsteuer - rückläufig. Obwohl die Wirtschaft schon Licht am Ende des Flaute-Tunnels sieht, will Mayr noch keine Entwarnung geben: Auch 2010 und 2011 werden die Einnahmen niedrig bleiben. Von einem Verkauf des städtischen Familiensilbers wie der profitablen Linz AG hält der Ökonom wenig: Das wäre lediglich ein Einmaleffekt. Und dann?
Er fordert hingegen eine Senkung der städtischen Transferzahlungen an das Land Oberösterreich: In Linz leben 13 Prozent der Landsleute, wir tragen aber bis zu 25 Prozent der Zahlungen.Jürgen Tröbinger

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