Linz zündet Konjunktur-Motor

Eine erste Zwischenbilanz zur Umsetzung des Linzer Konjunkturpakets zieht nun Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ): Von den bis 2015 fixierten 260 Millionen Euro wird noch heuer ein Fünftel ausgegeben. Entgegen internationalen Spartrends will Dobusch alle Maßnahmen umsetzen.

Wir beabsichtigen keine Rücknahme des Konjunkturprogramms, versichert Dobusch im Zwischenbericht an den Gemeinderat, der Heute vorliegt. Damit stellt er sich gegen die Tendenz vieler Staaten, Länder und Gemeinden, die aufgrund des zaghaften wirtschaftlichen Aufschwungs Hilfsmaßnahmen bereits wieder stornieren.

Neue Chancen für Junge am Arbeitsmarkt

Der Löwenanteil des bereits umgesetzten Konjunkturprogramms entfällt auf Bauvorhaben. Im laufenden Jahr werden noch etwa 8,5 Millionen Euro von Seiten der Landeshauptstadt investiert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden arbeitsmarktpolitische Maßnahmen:

Insgesamt 154 Jugendliche konnten seit dem vergangenen Jahr in Kursen fit für die Arbeitswelt gemacht werden, 70 von ihnen bekamen dadurch sogar einen Job oder eine Lehrstelle.

Experten gehen davon aus, dass die Millionen schwere Konjunkturspritze bisher etwa 800 Stellen gerettet hat. Die Arbeitsmarktstatistik scheint dem Programm Recht zu geben: Im April sank die Zahl der Jobsuchenden um 1,8 Prozent.

Jürgen Tröbinger

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